Hewlett-Packard-Chef nennt Spionageskandal unentschuldbar

6. Oktober 2006, 14:04
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Hurd vor US-Kongressauschuss: "Es gibt keine Entschuldigung für diesen Fehltritt"

Hewlett-Packard (HP)-Chef Mark Hurd hat vor einem Ausschuss des US-Kongresses den Spionageskandal in dem US-Computerkonzern als unentschuldbar bezeichnet. Zum Abschluss einer eintägigen Anhörung übernahm Hurd am Donnerstag weitgehend die Verantwortung für die Geschehnisse in dem Konzern. "Es gibt keine Entschuldigung für diesen Fehltritt."

Versprechen

Er ist geschehen und er wird nie wieder passieren", sagte Hurd. Detektive hatten im Auftrag von HP falsche Identitäten vorgetäuscht, um an Telefondaten von Mitarbeitern und Journalisten zu gelangen. Mit der Untersuchung wollte der Drucker- und Computerhersteller Fälle von Datenspionage und die Weitergabe von Firmeninterna aufklären.

Uneinsichtig

Wegen der Affäre trat zuletzt auch Firmenanwältin Ann Baskins zurück. Die bereits zurückgetretene Direktoriumsvorsitzende Patricia Dunn wies dagegen alle persönliche Verantwortung zurück. Der Kongressausschuss rügte den Konzern. Dunn und andere Manager hätten sich bei ihrem Vorgehen auf unzureichende Informationen zu Gesetzesgrundlagen verlassen, sagte der Vorsitzende des Handels- Unterausschusses des Repräsentantenhauses, Edward Whitfield. Demnach sei HP davon ausgegangen, dass die angewandte Praxis legal gewesen sei. (APA/Reuters)

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    HP-CEO Mark Hurd bei seiner Anhörung vor dem US-Kongress

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