Alternativ-Antriebe

Redaktion
12. Oktober 2006, 20:26

Zahlreiche Ideen, noch mehr Verwirrung

Die Zahl alternativer Antriebskonzepte, die auf Autosalons (wie auch wieder in Paris) präsentiert werden, nimmt ständig zu, und damit auch die Verwirrung. Grundsätzlich ist zu sagen: Der Verbrennungsmotor und flüssige Kraftstoffe werden mittelfristig dominieren. Die Vielfalt an angekündigten Konzepten und Projekten rührt daher, dass keine allgemein gültige Patentlösung zu erwarten ist. Vielmehr kann der Ausstieg aus dem Erdölzeitalter nur in kleinen Schritten erfolgen. Und hier bieten sich eben viele verschiedene Möglichkeiten an. Eine Schlüsselfunktion für weitere Fortschritte hat sicher der Preis für fossile Kraftstoffe. Steigt er weiter rapid an, wird die Entwicklung schnell gehen.

Folgende Stufen stehen an: Zur Absenkung der Flottenverbräuche, die ja von den Autoherstellern zugesagt wurde, gewinnen Hybridkonzepte rasch an Bedeutung, vor allem bei schwereren und teureren Fahrzeugen. Erdgas ist eine Möglichkeit, etwas billiger davonzukommen, aber nur, solange es von der Mineralölsteuer befreit bleibt. Synthetische Kraftstoffe sind dann der nächste Schritt. Entweder gewonnen aus Gas oder Kohle oder aber aus nachwachsenden Quellen (Pflanzen), etwa Alkohole als Benzin-, veresterte Öle als Diesel-Ersatz. Das ist eigentlich die nächste Zukunft, die mit automatischer Beimengung von Rapsmethylester zum Diesel bereits begonnen hat.

Das Wasserstoffauto, ob mit Verbrennungsmotor oder Brennstoffzelle, wird noch länger auf sich warten lassen, auch wenn BMW ein Serien-Wasserstoffauto bereits angekündigt hat. Preislich wird sich die Technologie noch nicht so schnell plausibel darstellen lassen. Das Elektroauto wird es hingegen nie geben, da trotz der Fortschritte in der Batterietechnologie keine vernünftigen Reichweiten möglich sind. (rs, AUTOMOBIL, 29.9.2006)

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Rudolf Skarics

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