Jeden Tag eine Rad-WM

3. Oktober 2006, 14:44
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Wirtschafter rechnet aus, dass Winterspiele in Salzburg 200fach teurer kommen würden als Rad-WM

Salzburg – Die Rad-WM sei der Beweis, dass Salzburg Sportgroßereignissen gewachsen sei. So argumentieren, kurz gefasst, Salzburgs Olympiawerber nach der erfolgreich verlaufenen Rad-WM von vergangener Woche. Rad-WM und Winterspiele seien nicht vergleichbar, meint hingegen der Salzburger Wirtschaftsexperte Willi Rehberg.

Hoher Aufwand

Der ehemalige Thyssen-Manager rechnet vor, dass mit dem prognostizierten Aufwand für Winterspiele 2014 die Rad-WM vier Jahre dauern könnte: Dem Sechs-Millionen-Euro-Budget der Rad-Veranstaltung stehe ein Budget von 1,2 Milliarden für die Abwicklung der Spiele gegenüber – das 200fache. In dieser Kalkulation seien neue Sportstätten und andere Infrastrukturmaßnahmen nicht enthalten, so Rehberg. Er verweist auch auf Kanada: Demnach habe sich der vorhergesagte Aufwand an Steuermitteln für die Winterspiele 2010 in Vancouver bereits jetzt um ein Drittel auf rund 1,7 Milliarden erhöht.

Für Salzburgs Bewerbung um die Winterspiele 2014 dürften die kommenden Wochen übrigens entscheidend werden. Das Internationale Olympische Komitee startet eine Umfrage zur Haltung der Stadt-Bevölkerung zu dem möglichen Großereignis. Bei zwei Bürgerbefragungen 2005 stimmten noch über 60 Prozent gegen die Kandidatur. (neu, DER STANDARD Printausgabe, 29.09.2006)

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