"Die sieben Tage des Simon Labrosse"

3. Oktober 2006, 10:38
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Österreichische Erstaufführung des Theaterstücks von Carole Fréchette, Katrin Schurich führte Regie

Wien - Im Mittelpunkt des Theaterstücks "Die sieben Tage des Simon Labrosse", welches derzeit im Theater Drachengasse aufgeführt wird, steht Simon. Der Arbeitlose präsentiert dem Publikum euphorisch all seine Geschäftsideen: Wie er als Gefühlsstuntman die emotionalen Risken seiner Auftraggeber übernimmt, wie er als persönlicher Zuschauer Notiz von Menschen nimmt oder sich als Ego-Schmeichler und Sorgenabnehmer betätigt.

Unterstützt wird er dabei von Nathalie, die Geld für ihre Mundseminare – Mund: das Tor zum Sein – braucht. Und dann gibt es da noch Léo, der durch einen Unfall keine positiven Worte mehr aussprechen kann und sich auf der Bühne das Geld für eine Hirnoperation verdienen möchte. Reihum stoßen Simons Ideen auf Widerstand. Dabei kann hier im Westen doch alles gemacht werden, vorausgesetzt man hat Ideen ...

Autorin und Regisseurin

"Die sieben Tage des Simon Labrosse" stammt von Carole Fréchette, 1949 in Montreal geboren. Ihre Stücke wurden in Kanada mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem "Governor General's Award". 2002 erhielt sie den "Prix de la Francophonie" und den Siminovitch-Preis, mit der Begründung: "Ihre Stücke lassen im Bekannten Unbekanntes, im Fassbaren das Unfassliche anklingen, eine Verbindung, die Kennzeichen großer Kunst ist."

Regie führt die in Salzburg geborene Katrin Schurich. 2001 gründete sie die "Schwimmerinnen", Theater und Netzwerk. 2004 war sie Preisträgerin des Autorenwettbewerbs Emscher Drama 03 mit "Larvenhaut". Zu dieser Regiearbeit - eine unter vielen - erklärte Schurich: "Die Schrecken der neuen Arbeitswelt, mit denen nicht nur die Generation 'Praktikum', die vierzehn Monatsgehälter nur mehr vom Hörensagen kennt, konfrontiert ist, halten Einzug im Theater. Vielen Autorinnen und Autoren brennt dieses Thema auf den Nägeln. Einige widmen sich ganz der Hinterfragung der Sprache, die die Zurichtung der Menschen für das Spiel der Märkte exekutiert, andere, wie Carole Fréchette, bleiben ganz beim Individuum."

Wir verlosen 2x2 Karten für die Aufführung am Freitag, den 13. Oktober.
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Die sieben Tage des Simon Labrosse
von Carole Fréchette.
Österreichische Erstaufführung.

Bis 14. Oktober im Theater Drachengasse, 1010 Wien, Fleischmarkt 22.
Di-Sa 20 Uhr.

Es spielen: Pilar Aguilera: Nathalie
Michael Smulik: Simon
Christian Strasser: Léo.
Regie: Katrin Schurich.
Deutsch von Heinz Schwarzinger.
Ausstattung: Stefanie Stuhldreier.
Koproduktion Die Schwimmerinnen/Theater Drachengasse.
Rechte bei Felix Bloch Erben
  • "Die sieben Tage des Simon Labrosse"
    foto: mario lang
    "Die sieben Tage des Simon Labrosse"
  • Carole Fréchette
    foto: rolline raport
    Carole Fréchette
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