Extremisten fordern Entführung von Ausländern im Irak

3. Oktober 2006, 12:28
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Internetbotschaft von Al-Kaida-Anführer - Freilassung von Scheich Omar Abdel Rahman soll erreicht werden

Dubai - Der Al-Kaida-Anführer im Irak hat einer Internetbotschaft zufolge zur Entführung von Ausländern in dem Golfstaat aufgerufen. Damit solle die Freilassung eines Moslem-Geistlichen aus US-Haft erzwungen werden, hieß es am Donnerstag auf einer Internetseite, die häufig von den Extremisten genutzt wird. Bei dem Geistlichen handelt es sich um den Ägypter Omar Abdel Rahman, der in den USA im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag auf das World Trade Center von 1993 im Gefängnis sitzt.

Er rufe jeden Heiligen Krieger im Irak auf, im muslimischen Fastenmonat Ramadan Christen gefangen zu nehmen, "um unseren Scheich zu befreien", sagte vermutlich Abu Hamsa al-Muhajir in der Tonbandbotschaft. Ihre Echtheit war zunächst nicht zu klären.

Im Irak wurden seit dem Sturz von Machthaber Saddam Hussein mehrfach Ausländer entführt. Einige Geiseln wurden von ihren Entführern getötet. Dabei veröffentlichte die irakische Al-Kaida auch Videos von der Enthauptung ihrer Opfer. (APA/Reuters)

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