Jährlich 1.000 Spitalspatienten durch Plateauschuhe

28. Juni 2000, 11:50

Mode der Siebziger im Verruf: Je höher, desto gefährlicher ...

Wien - Dass man auf "großem Fuß" gefährlich lebt, ist nichts Neues. Doch auch wer mit seinem Schuhwerk hoch hinauf will, sollte besser aufpassen. Schließlich landen jedes Jahr rund 1.000 Fans der seit mindestens zwei Saisonen unmodernen Plateauschuhe im Spital, warnte das Institut "Sicher Leben" heute, Mittwoch, in einer Mitteilung.

Aktuelle Auswertungen bringen den Modegag aus den Siebzigern in Verruf: Je höher, desto gefährlicher. Noch im Vorjahr kamen rund 1.000 Plateauschuhträger nach Stürzen oder Verknöcheln wegen ihrer "Siebenmeilenstiefel" in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Ein Drittel musste seine extravagante Fußbekleidung auf Grund eines Knöchel- oder Schienbeinbruches mit einem ordinären Gips tauschen.

Die Opfer der kleinen "Stelzen" sind in der Regel weiblich und zwischen 15 und 25 Jahre alt. Aber immerhin fünf Prozent sind Burschen oder Männer mit einem etwas anderen Geschmack. Gehörten Plateauschuhe vor drei Jahren noch zur Alltagsbekleidung, so findet man solche heute hauptsächlich noch auf Bällen, Clubbings, Partys oder in Discos. "Doch am Besten lässt man Plateauschuhe dort, wo sie herkommen: In der modischen Mottenkiste der siebziger Jahre", empfiehlt Rupert Kisser, Leiter des Institutes "Sicher Leben". (APA)

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