Blaumax kann weitermachen

19. Oktober 2006, 19:17
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Gläubiger akzeptieren Ausgleichsquote - Kon­zentration auf profitable Filialen in Wien, verlust­bringende Verkaufs­stellen sperren zu

Wien - Der Fortbestand des Jeanshändlers Blaumax ist gesichert, so das Ergebnis der Zwangsausgleichsverhandlungen des Unternehmens mit seinen Gläubigern, die am Donnerstag abgeschlossen wurden. Die Gläubiger hätten der Blaumax Handelsges.m.b.H. grünes Licht für einen Zwangsausgleich gegeben, teilte Blaumax-Geschäftsführer Eduard Komaretho mit. Sie haben eine Ausgleichsquote von 20 Prozent akzeptiert. Sechs Prozent davon sind sofort zu erbringen, der Rest in den kommenden zwei Jahren.

Kokursverfahren seit Mai

Grundlage für die Einigung sei neben den finanziellen Bedingungen vor allem das überzeugende inhaltliche Blaumax-Konzept für die Zukunft gewesen: Kernpunkt dieses Konzepts ist die Konzentration auf den Standort Wien. Demnach werden die auch schon in der Vergangenheit profitablen Filialen in der Bundeshauptstadt erhalten bleiben, alle Verlust bringenden anderen Filialen werden geschlossen.

Das Konkursverfahren über die Blaumax Handelsges.m.b.H. samt 26 Filialen war Ende Mai eröffnet worden. Passiva in Höhe von drei Mio. Euro standen Aktiva von mehr als 2,4 Mio. Euro gegenüber. 95 Gläubiger und 73 Mitarbeiter waren davon betroffen. Insolvenzursache waren Umsatzrückgänge. (APA)

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    foto: blaumax
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