Menschlicher Eingriff ins System Erde

6. Oktober 2006, 14:51
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Projekt "Living Planet": ESA will sich verstärkt auf Erderwärmung und andere Umweltbedrohungen konzentrieren

Paris - Die europäische Raumfahrt will ihre wissenschaftliche Arbeit verstärkt auf die Erderwärmung und andere erhebliche Bedrohungen der Umwelt ausrichten. Wie die Europäische Weltraumorganisation (ESA) am Donnerstag in Paris mitteilte, geht es den Forschern vor allem darum, "den entscheidenden Einfluss menschlicher Aktivitäten auf das System Erde besser zu verstehen".

So sollten die Grundlagen für ein "Umwelt-Management" des Planeten Erde gelegt werden. "Für die ESA ist es eine Herausforderung, zusammen mit unseren Partnern wesentliche Informationen zur Erdbeobachtung an alle wichtigen Stellen und Nutzer zu liefern", sagte der für das Programm der Erdbeobachtung verantwortliche ESA-Direktor Volker Liebig.

Die Europäer haben sich einige "ehrgeizige Ziele" für ihr "Living Planet" genanntes Wissenschaftsprogramm gesetzt. Vor allem sollen die Forschungsprojekte nicht abreißen, die sich mit Kernfragen der Erde befassen.

Infrastrukturen

Die ESA will Infrastrukturen aufbauen, damit die von Satelliten gelieferten Daten rasch und effizient dort ausgewertet werden können, wo Forscher sie brauchen und umsetzen können. Zudem soll die Erdbeobachtung - ergänzend zu den Umweltsatelliten anderer Weltraumorganisationen - global ausgeweitet werden. Und wenn Wissenschafter neue Projekte als dringlich einstufen, müssten diese kostengünstig, wirksam und vor allem "rasch in Weltraummissionen umgesetzt werden". (APA/dpa)

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