Industrie legte kräftig zu

12. Oktober 2006, 13:15
posten

Der EinkaufsManagerIndex (EMI) der Bank Austria Creditanstalt ist im September mit 58,2 gegenüber dem August (56,3) nochmals stark gestiegen

Wien - Der EinkaufsManagerIndex (EMI) der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) ist im September mit 58,2 gegenüber dem August (56,3) nochmals stark gestiegen und erreichte damit fast wieder den Rekordwert von 58,4. "Die Einkaufsmanager melden im September ein höheres Tempo als im zweiten Quartal, als die Industrie mehr als acht Prozent wachsen konnte", so BA-CA-Chefvolkswirtin Marianne Kager. Der Anstieg sei überraschend und lasse für das dritte Quartal eine sehr hohe Industriedynamik erwarten.

Angesichts der sehr robusten Industriekonjunktur in diesem Herbst werde das Wirtschaftswachstum in Österreich 2006 über 3 Prozent liegen, erwartet werden 3,1 Prozent. Für 2007 gehen die Ökonomen der BA-CA weiterhin davon aus, dass sich die Konjunkturdynamik abkühlt.

Der EMI zeigte sich jedenfalls im September in allen Teilindizes gegenüber dem August verbessert, was die robuste Industriekonjunktur zu Beginn des Herbstes unterstreiche. Wesentliche Impulse für die erneute Tempoerhöhung erhielt die Industrie im September demnach von der Auslandsnachfrage. Der Teilindex für die Exportnachfrage stieg von 55,8 auf 59,3 und damit stärker als der Anstieg der gesamten Auftragseingänge, die sich von 57,1 auf 59 erhöhten.

Gute Auftragslage

Die gute Auftragslage der letzten Monate wird auch durch die optimistische Beurteilung des Auftragsbestandes mit 59,5 bestätigt. Dementsprechend melden die Einkaufsmanager im September einen stärkeren Zuwachs der Produktion als im August. Der Index dafür stieg von 56,9 auf 57,3. "Mit diesen starken Auftragseingängen und Produktionserwartungen dürfte die Industrieproduktion im September die höchste Jahreswachstumsrate in diesem Aufschwung erreichen. Wir erwarten fast 10 Prozent", so die Bank.

Starke Auftragslage und gestiegenes Produktionsvolumen führten auch im September zu einer erneuten Zunahme der Beschäftigung, auch hier kam es zu einer Beschleunigung und der Index stieg von 53,8 auf 57,5, den höchsten Wert seit der Erhebung des EMI 1998. "Der Anstieg der Industriebeschäftigung seit einigen Monaten sollte sich auch im Herbst fortsetzen und könnte sogar noch an Tempo gewinnen", betonte Kager.

In das positive Bild der Industriekonjunktur passten auch die wieder etwas stärker steigenden Verkaufspreise, die wieder stärker sinkenden Fertigwarenlager und die trotz Rohstoffpreisrückgang wieder stärker gestiegenen Einkaufspreise. Auch die von den Einkaufsmanagern gemeldeten Einkaufsmengen nehmen wieder stärker zu. (APA)

Share if you care.