"Wieder Schaum vor dem Mund haben"

5. Oktober 2006, 15:09
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Der neue Pasching-Sportdirektor Eisenköck will die Euphorie zurückbringen

Pasching - Max Eisenköck, langjähriger Weggefährte des ehemaligen Pasching-Erfolgstrainers Georg Zellhofer, ist am Mittwoch als erster Sportdirektor des oberösterreichischen Fußball-UEFA-Cup-Starters präsentiert worden. Der neue sportliche Leiter, der den "Dorfklub" als Tormanntrainer und Teammanager an der Seite von Zellhofer in zehn Jahren von der fünften Spielklasse bis in die T-Mobile-Bundesliga geführt hatte, wurde von Klub-Präsident Franz Grad nach rund drei Monaten Auszeit wieder an Bord geholt und gibt seinen Einstand gleich im Erstrunden-Rückspiel gegen Livorno.

"Er soll das Bindeglied zwischen Präsident, Trainer und Mannschaft sein", erwartet sich Grad vom für kurze Zeit "verlorenen Sohn" und ist sich sicher: "Er bringt alle Voraussetzungen für diesen Posten mit. Schließlich hat er schon die gesamte Ära Zellhofer mitgestaltet." Der ehemalige VOEST-Linz-Keeper Eisenköck, der sich nach vollendeter Kader-Planung und -Zusammenstellung im vergangenen Juni wegen einiger Differenzen mit Grad vorübergehend vom Klub getrennt hatte, sieht eine seiner Hauptaufgaben in der Entlastung des Präsidenten.

"Präsident Grad hat in den vergangenen Jahren täglich sechs bis sieben Stunden in den Fußball investiert. Er will mehr Zeit für seine Firma, die ihm ebenfalls sehr wichtig ist", erklärte Eisenköck im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur und ergänzte: "Ich werde mich unter anderem um die Kaderplanung sowie die Organisation der Sommer- und Winter-Vorbereitungszeiträume kümmern." Mit der eher durchwachsen in die Saison gestarteten Truppe von Trainer Milan Djuricic verfolgt der frisch gebackene Sportdirektor durchaus hohe Ziele.

"Das erste kurzfristige Ziel ist natürlich, gegen Livorno in die UEFA-Cup-Gruppenphase aufzusteigen", betonte der Ex-Goalie, der seine aktive Karriere auf Grund zahlreicher Verletzungen schon im Alter von 26 Jahren beendete und nach einer Assistenten-Tätigkeit unter Manager Jürgen Werner bei VOEST Linz Mitte der 90er-Jahre nach Pasching kam. "Ich war ja an der Kaderzusammenstellung beteiligt und bin von der Qualität der Mannschaft voll überzeugt", gibt sich Eisenköck, was die unmittelbare Zukunft des aktuellen Bundesliga-Vierten angeht, optimistisch.

Gemeinsam mit Spielern und Trainerstab will Eisenköck die Euphorie zurück ins Waldstadion bringen. "Es fehlen nur Kleinigkeiten. Die Mannschaft muss wieder Schaum vor dem Mund haben. Wir müssen die Zuschauer wieder mit unserem Spiel begeistern."(APA)

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