Pfaff geht 2007 an die Börse

11. Oktober 2006, 15:31
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Deutscher Nähmaschinen-Hersteller plant zunächst Kapitalerhöhung mit institutionellen Anlegern

Hamburg - Der deutsche Nähmaschinen-Hersteller Pfaff will im kommenden Jahr an die Frankfurter Börse gehen. "Wir haben vor etwa zehn Tagen den Wertpapierhandelsprospekt bei der BaFin eingereicht", sagte Albert Wahl, Vorstand des Finanzinvestors und Pfaff-Eigners GCI, der "Financial Times Deutschland" einer Vorausmeldung zufolge. Der Börsengang sei voraussichtlich für das zweite Halbjahr 2007 vorgesehen. Er stehe unter dem Vorbehalt, dass Pfaff bis dahin wie geplant mindestens zehn Prozent operative Rendite erreiche.

Der Prospekt sieht laut Wahl im ersten Schritt eine Kapitalerhöhung außerhalb der Börse vor. "Wir planen ein Private Placement an ausgewählte institutionelle Investoren, die die Umstrukturierung begleiten", sagte der Manager. Sie sollten dann zusammengenommen bis zu zehn Prozent des Traditionsunternehmens halten. Im zweiten Schritt solle der öffentliche Börsengang folgen. GCI wolle aber höchstwahrscheinlich zunächst die Mehrheit behalten.

Pfaff wurde 1862 gegründet und hat Produktionsstandorte in Kaiserslautern und Shanghai. Laut GCI arbeiten weltweit 750 Menschen für das Unternehmen. Für dieses Jahr erwartet Pfaff einen Umsatz von 70 bis 75 Millionen, 2007 zwischen 85 und 90 Millionen Euro. (APA/AP)

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