Stoiber fordert deutsche Predigten in Moscheen

Redaktion, 02. Oktober 2006 15:34

Bayerischer Ministerpräsident spricht von "islamistischem Meinungsterror" - Chef der Buchmesse: "Idomeneo"-Absetzung der falsche Weg

Hamburg/Frankfurt - Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Edmund Stoiber hat sich dafür ausgesprochen, dass in deutschen Moscheen auch deutsch gesprochen wird. Die islamischen Gemeinden müssten sich öffnen und dürften nicht länger "in den Geruch konspirativer Zirkel kommen", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild"-Zeitung. "Deshalb sollte in deutschen Moscheen auch deutsch gesprochen und auf Deutsch gepredigt werden."

Wie bereits andere Politiker fast aller Parteien kritisierte der Regierungschef die Absetzung der Oper "Idomeneo" in Berlin. "Wir dürfen die Freiheitsrechte des Grundgesetzes niemals aus Angst vor islamistischem Meinungsterror aufgeben." Die Entscheidung sei ein "Riesenfehler" gewesen

"Die Kunst in Schutzhaft zu nehmen, ist für mich einfach traurig", sagte unterdessen der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Jürgen Boos, der "Frankfurter Rundschau" (Donnerstagausgabe) zur Absetzung der Mozart-Oper in Berlin. Der Kulturmanager hält es grundsätzlich für den falschen Weg, sich im Kulturleben Terrordrohungen zu beugen. "Ich finde es sehr bedauerlich, dass so etwas in Deutschland geschehen kann", sagte er. Boos hat gerade in der Türkei den Vertrag unterzeichnet, der das Land 2008 zum Gastland der Buchmesse macht.(APA/AP/dpa)

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20 Postings
nAK
28.09.2006 23:57
Wenn scho,

dann in Bayern glei auf boarisch!

Da würde dann sogar ich, hin und wieder, in die Moschee gehen...

peter lindenberg
29.09.2006 16:55
würde nie irgendwo meine schuhe ausziehen,

ausser zuhause!

harhar
29.09.2006 00:43
Wenn scho,

Nimmst den Stoiber gleich mit

harhar
28.09.2006 16:56
Äähm..ää

Herr Stoiber wird dann auch in die Moschee gehen
und den deutschen Worten des Imam lauschen.
Äahm..ää

T.h. omas
28.09.2006 14:09
Dann sollte man auch "deutsche" Predigten in bayerischen Kirchen fordern....

Jürgen Rembremerding
 
28.09.2006 21:33
Ey! Voll der Supperwitz!

Sahin A.1
 
28.09.2006 10:46
So ein Schwachsinn...

Als würde die christliche dt. Gemeinde in Antalya/Türkei auf türkisch predigen.

Oder wird jetzt in Peru in der dortigen dt. Gemeinde auch auf spanisch gepredigt...

Herr Stoiber, wie wärs mit Deutschunterrichtkurse in den Moscheen an die Muslime.
Hoppla, das kostet ja Geld, hatte es ja ganz vergessen.

ano xxo
28.09.2006 10:33
herr stoiber soll die ärmel aufkrempeln und vorschläge brinegn

...die mehrheit der moscheebesucher sind nachwievor die gastarbeiter der ersten stunde, die äusserst schlecht die deutsche sprache beherrschen....es geht vielmehr darum das das umfeld in den moscheen angepasst wird...immerhin sind solche objekte kleinere sozialzellen, und da könnte etwas erreicht werden....mit der predigt alleine ist es nicht getan, werter minister....

Jürgen Rembremerding
 
28.09.2006 10:16
"Wir dürfen die Freiheitsrechte des Grundgesetzes niemals aus Angst vor islamistischem Meinungsterror aufgeben."

Das sagt derjenige, der seinerzeit dafür verantwortlich war, daß einzelne Folgen der harmlosen Satiresendung "Scheibenwischer" in Bayern nicht ausgestrahlt wurden, weil es ein paar Witzerl über Strauß & Co gab!

Chorleone
28.09.2006 10:02
Auf den punkt gegaart

Auto, Bus, Bahn, Flugzeug. Blöderweise auch die als Pensionsheloten ins Land geholten, aber nie wirklich integrierten Migrationskinder. Die Linke hat in menschenverachtender Weise die Zukunft sowohl der Migrationskinder als auch unserer Kinder geschädigt.

H. C. Tautscher
 
28.09.2006 09:59
Deutsch geht nicht

Ach, wenn Herr Stoiber nur wüsste, dass in Moscheen nicht deutsch "gepredigt" werden kann, da die Moslime alle den Koran nur auf arabisch lesen können und lesen müssen, selbst wenn sie nicht arabisch als Muttersprache sprechen. Was würde er sagen, wenn er plötzlich nur noch seine Sonntagspredigt auf griechisch hören dürfe? Ich bin froh, dass langsam eine Diskussion der beiden großen Religionen beginnt, damit grundfalsche Vorurteile ausgeräumt werden können und zwar auf beiden Seiten!

Chien de Pique
28.09.2006 12:24
Das dürfte vielleicht auch Teil des Problems sein.

Seit Laien die heilige Schrift in ihrer Muttersprache in Händen halten, ist ihre Manipulierbarkeit und die Macht des katholischen Klerus dramatisch zurückgegangen (die erste Welle war die Reformation). In den Jahrzehnten seit die Liturgie nicht mehr Lateinisch ist, hat sich die Zahl der KirchgängerInnen weiter reduziert.
Wenn einem Unsinniges und Absurdes klar vor Augen tritt, beginnt man nachzudenken und zu hinterfragen.
Aber da es ja im I. keine zentralen Autoritäten und kaum aufgeklärte Herrscher gibt, wird sich der sinnvernebelnd fatale Arabisch-Fetischismus zweifellos niemals beseitigen lassen.

H. C. Tautscher
 
28.09.2006 16:56
Bravo

Chien de Pique, das war brilliant! Deine Worte beinhalten die Hoffnung, dass im Laufe der Zeit bei den Muslimen ein ähnlicher Sinneswandel eintritt, wie bei unseren Christen, die ja auch nicht alles so wortwörtlich nehmen, wie es die Päpste gerne hätten. Ich verabscheue Dogmen, die die Kirche ersonnen hat, und nicht von Christus und schon gar nicht von Gott stammen. Für mich hat Religion nur den Sinn, ein anständiges Miteinander mit allen Menschen zu bewerkstelligen und da sind in den 10 Geboten genug Paragraphen, die den rechten Weg weisen.

Jürgen Rembremerding
 
28.09.2006 23:38
Entschuldigung,

aber die Bibel ganz simpel "wortwörtlich zu nehmen" ist gerade nicht die Sache des Katholizismus, dessen Wesen darin besteht, daß nur eine exklusive, durch Weihe ausgezeichnete Priesterkaste die Heilige Schrift richtig zu lesen weiß und den Laien zu erklären hat!

Die "private Bibeldetung" gehört den Protestanten. Und die wörtwörtliche Bibeladaption ist wiederum den evangelikalen Fundis im vielgestaltigen protestantischen Spektrum vorbehalten!

Chien de Pique
28.09.2006 21:35
Der Witz ist:

An sich liebe ich das Kirchenlatein - und bin für die tridentinische Messe aus Gründen von Schönheit und Tradition.

Jürgen Rembremerding
 
28.09.2006 23:39
Eine feine Sache!

Jürgen Rembremerding
 
28.09.2006 10:15
Die Predigt ist ja was anderes als die Lesung

aus einer Hl. Schrift!

Christoph Kaminsky
28.09.2006 08:11
Was hat er sich erwartet?

Eine Periode grenzenloser Naivität neigt sich ihrem Ende zu. Nur einige Wenige halten noch an ihren Träumen fest. Verbissen und laut ächzend.

H. C. Tautscher
 
28.09.2006 10:02
Nicht verzagen

Bloß nicht resignieren!!! Ein Dialog hat gerade erst begonnen, und wir sollten die Hoffnung auf Verständigung nicht aufgeben!

magdalena miaz
28.09.2006 14:17
Es gibt

doch noch einige, die diese Hoffnung hegen, wie schön, ich gehöre auch dazu

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