Zehn Iraker vor Bagdader Moschee getötet

3. Oktober 2006, 12:28
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US-Armee: Zahl der Selbstmordanschläge erreicht Höchststand

Bagdad - An einer sunnitischen Moschee im Westens Bagdads haben Bewaffnete nach Polizeiangaben am Mittwoch um sich geschossen und zehn Menschen getötet. Zu der Zeit hatten sich dort zahlreiche Moslems zum Ramadan-Abendgebet versammelt. Weitere elf Menschen seien verletzt worden, als die bewaffneten Männer aus zwei Autos in die Menge gefeuert hätten, sagte ein irakischer Sicherheitsbeamter am Mittwochabend.

Die Gläubigen hatten sich demnach vor einer Moschee im Westen der Stadt versammelt. Der Vorfall trug nach Einschätzung von Beobachtern die Handschrift schiitischer Todesschwadrone, die mit ihren Angriffen auf Sunniten dazu beitragen, das Land an den Rande des Bürgerkriegs zu bringen.

Ein Sprecher der US-geführten multinationalen Truppe im Irak hatte zuvor gesagt, dass die Zahl der Selbstmordanschläge - die üblicherweise den Sunniten zugeschrieben werden - ihren Höchststand erreicht habe, seitdem die Koalition im März 2003 in das Zweistromland einmarschiert war. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen und irakischer Stellen kommen im Irak täglich über hundert Menschen bei Angriffen ums Leben. (APA/Reuters/AFP)

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