ORF-Beteiligung an ATV "derzeit kein Thema"

13. Oktober 2006, 13:11
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Kloiber: "Wenn es denn so sei, würde ich mit niemandem lieber als mit Wrabetz" - Wrabetz: Beteiligungsgespräche "kein vordringliches Ziel"

Sympathien für eine Beteiligung des ORF am Privatsender ATV signalisieren ATV-Hauptgesellschafter Herbert Kloiber und der künftige ORF-Chef Alexander Wrabetz. Die Chancen auf Realisierung sind allerdings gering. Auf Grund der gesetzlichen Lage, die dem ORF eine solche Beteiligung untersagt, sei das "derzeit kein Thema", so Wrabetz bei den Österreichischen Medientagen in der Wiener Messe.

Suche nach Gesellschaftern

ATV ist auf der Suche nach neuen Gesellschaftern. Die in Turbulenzen geratene (Noch-)Gewerkschaftsbank BAWAG hält derzeit über 40 Prozent Anteile. Nach dem Verkauf der BAWAG soll die ATV-Beteiligung abgestoßen werden. Kloiber erwartet einen Verkauf des BAWAG-Pakets erst im kommenden Jahr, wie er auf Fragen der APA erklärte. Derzeit gebe es da nichts Konkretes.

Kloiber: "Niemand lieber als Wrabetz"

Dass der ORF dabei zum Zug kommen könnte, glaubt Kloiber nicht wirklich. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine solche Cross-Beteiligung eines öffentlich-rechtlichen Senders an einem Privatsender vom Gesetzgeber gewünscht ist. Aber wenn es denn so sei, würde ich mit niemandem lieber als mit Wrabetz."

Wrabetz: "Kein vordringliches Ziel"

Beteiligungsgespräche sind für den ORF "kein vordringliches Ziel", meinte Wrabetz dazu. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen ließen dies auch gar nicht zu. "Da gibt es noch vieles andere zu verhandeln, bevor wir in Beteiligungsgespräche gehen." Von einer Utopie sprachen Kloiber und Wrabetz. "Manchmal werden Utopien aber rascher Realität als geglaubt", meinte Wrabetz mit einem augenzwinkernden Hinweis auf seine Wahl zum Generaldirektor. (APA)

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