Aufwind in der Möbelindustrie

11. Oktober 2006, 15:22
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Produktion steigt im ersten Quartal um 20 Prozent, Plus bei Sitz-, Büro- und Ladenmöbeln - Küchenmöbel aus Holz rückläufig

Wien - Im 1. Quartal 2006 gab es in der österreichischen Möbelindustrie eine Produktionssteigerung bei Möbeln von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gesamtwert der Produktion beträgt 676 Mio. Euro. Damit konnte der rückläufige Trend des Jahres 2005 schon zu Beginn dieses Jahres gestoppt werden, freut sich die österreichische Möbelindustrie am Mittwoch in einer Aussendung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Im Vorjahr wurden Möbel im Wert von 2,63 Mrd. Euro produziert, das waren um 1,9 Prozent weniger als im Jahr davor.

Der Bereich Sitzmöbel weist in den ersten drei Monaten des heurigen Jahres mit 194 Mio. Euro ein Plus von 38 Prozent auf, Büro- und Ladenmöbel mit 97 Mio. Euro eine Steigerung von 15,8 Prozent. Nur der Bereich Küchenmöbel aus Holz ist mit minus 2 Prozent auf 52 Mio. Euro rückläufig.

Deutschland und Italien wichtige Märkte

Hauptabsatzmärkte für österreichische Möbel sind nach wie vor die Nachbarländer Deutschland und Italien. Großbritannien konnte mit einer Steigerung von 11,1 Prozent auf einen Wert von insgesamt 53 Mio. Euro Frankreich als drittwichtigstes Exportland in der EU überrunden, so die Möbelindustrie. Dieser Trend lässt sich auch aus den vorläufigen Zahlen des 1. Halbjahres 2006 ablesen. In diesem Zeitraum wurden im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent mehr österreichische Möbel - Gesamtwert von 31 Mio. Euro - in das Vereinigte Königreich exportiert.

Zur österreichischen Möbelindustrie zählen rund 70 Betriebe mit ca. 10.500 Mitarbeitern. Den Großteil dieser Unternehmen machen Mittelbetriebe in privater Hand aus. Sie sind Teil einer Branche mit einem Produktionsvolumen für Gewerbe und Industrie von derzeit rund 2,6 Mrd. Euro. (APA)

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