Chemischer Fingerabdruck entlarvt Herkunft von Lebensmitteln

4. Oktober 2006, 13:46
3 Postings

Charakteristisches Isotopen-Verhältnis verweist auf Ursprungs- Region - Praxis-Einsatz in Oberösterreich geplant

Linz - Eine Isotopenuntersuchung soll künftig nachweisen, ob Lebensmittel tatsächlich aus heimischer Produktion stammen oder nicht. Der oberösterreichische Agrar-Landesrat Josef Stockinger hat diesen vom Austrian Research Center (ARC) Seibersdorf ausgearbeiteten "Fingerabdruck" am Mittwoch den Lebensmittel-Erzeugergemeinschaften präsentiert.

Charakteristisches Verhältnis

Die Analysemethode stützt sich auf die stabilen Isotope der wichtigsten chemischen Elemente. Ihr Verhältnis zueinander ist charakteristisch für die Region, in der die Pflanzen angebaut worden sind. Derartige Stichprobenuntersuchungen würden die Hemmschwelle für Manipulationen hoch halten und so größere Herkunftssicherheit der Lebensmittel gewährleisten, sagte Stockinger in einer Pressekonferenz in Linz.

Einsatz in der Praxis

Das Verfahren gebe es seit gut einem Jahr, es sei in der Steiermark getestet worden und soll in Oberösterreich nun erstmals in größerem Umfang praxistauglich umgesetzt werden. Zunächst müssen Grundlage-Daten erhoben werden, um später Proben damit vergleichen zu können. Dann liegt die Entscheidung bei den Lebensmittelerzeugern. (APA)

  • Woher sind die Erdbeeren? Das Isotopen-Verhältnis verrät es.
    foto: der standard/heribert corn

    Woher sind die Erdbeeren? Das Isotopen-Verhältnis verrät es.

Share if you care.