Deutsche Islam Konferenz

2. Oktober 2006, 15:32
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Langfristiger Verhandlungs- und Kommunikationsprozess

Berlin - Ziel der Deutschen Islam Konferenz (DIK) ist eine verbesserte religions- und gesellschaftspolitischen Integration der rund 3,2 Millionen Muslime in Deutschland. Die Konferenz ist als langfristiger Verhandlungs- und Kommunikationsprozess von zwei bis drei Jahren zwischen dem deutschen Staat und Vertretern der muslimischen Bevölkerung Deutschlands angelegt.

Die DIK besteht aus 30 ständigen Teilnehmern. Davon sind 15 Vertreter des Bundes, der Länder oder der Kommunen. Von muslimischer Seite sind die vier Dachverbände Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, der Zentralrat der Muslime in Deutschland, der Islamrat, der Verband der islamischen Kulturzentren sowie die Alevitische Gemeinde Deutschlands eingeladen.

Da nach Angaben des Innenministeriums aber nur zehn bis 15 Prozent der deutschen Muslime in islamische Organisationen eingebunden sind, nehmen auch Vertreter eines modernen, säkularen Islam aus Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur an der Konferenz teil. Dazu gehören auch die Islam-Kritikerin und Autorin Necla Kelek ("Die fremde Braut") und die Berliner Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ates.

Die Diskussion wird mit Vertretern der organisierten und der nicht organisierten Muslime in drei Arbeitsgruppen zu folgenden Themen geführt: Deutsche Gesellschaftsordnung und Wertekonsens, Religionsfragen im deutschen Verfassungsverständnis sowie Wirtschaft und Medien als Brücke. In dem beigeordneten Gesprächskreis "Sicherheit und Islamismus" werden zusätzlich Fragen der inneren Sicherheit, islamistischer Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung sowie der Prävention islamistischer Gewalttaten erörtert.

Diese Themen werden ab Anfang November des Jahres in mehreren Arbeitsgruppen erörtert. Die Konferenz soll halbjährlich die Ergebnisse der Beratungen in den Arbeitsgruppen evaluieren. (APA/AP)

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