Management oft an Pleiten schuld

11. Oktober 2006, 15:22
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Fehler in der Führungsebene können laut Studie häufig fatale Folgen für ein Unternehmen haben

Hamburg - Wenn Firmen Pleite gehen, sind oft eine ganze Reihe von Management-Fehlern die Ursache. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Kreditversicherers Euler Hermes und des Zentrums für Insolvenz und Sanierung (ZIS) an der Universität Mannheim. Befragt wurden dafür 125 führende deutsche Insolvenzverwalter, die aktuell rund 19.000 Insolvenzen bearbeiten, wie Euler Hermes am Mittwoch in Hamburg berichtete.

Fehlendes Controlling, Finanzierungslücken und ein unzureichendes Forderungsmanagement seien die Hauptursachen, warum Unternehmen insolvent werden. Die befragten Insolvenzverwalter seien sich außerdem einig, dass in der Regel nicht nur ein einziger Faktor, sondern ein ganzes Ursachenbündel für Unternehmenszusammenbrüche verantwortlich seien.

Auf Platz 1 der Pleitengründe nannten 79 Prozent der Befragten fehlendes Controlling, gefolgt von Finanzierungslücken (76 Prozent), und unzureichendem Forderungsmanagement (64 Prozent) sowie einer "autoritären, rigiden Führung" (57 Prozent). Weitere Faktoren seien ungenügende Transparenz und Kommunikation (44 Prozent), Investitionsfehler (42 Prozent) und eine falsche Produktionsplanung (41 Prozent). (APA/AP)

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