Werbung mit Abbild verstorbener Prominenter lizenzpflichtig

25. Oktober 2006, 11:49
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Entscheidung des Deutschen Bundesverfassungsgerichts - Es ging um Vermarktung Marlene Dietrichs

Das Recht am eigenen Bild gilt auch über den Tod hinaus und kann im Einzelfall auch mit dem Übergang der kommerziellen Verwertungsrechte auf die Erben einhergehen. Diese Rechtsprechung des deutschen Bundesgerichtshofes aus dem Jahr 2004 wurde nun vom Bundesverfassungsgericht (BGH) in Karlsruhe bestätigt.

Bild von Marlene

Konkret ging es um die Frage, ob die Tochter von Marlene Dietrich Lizenzgebühren verlangen kann, wenn ein Foto ihrer verstorbenen Mutter zu Werbezwecken verwendet wird. So hatte ein Unternehmen für die Umweltfreundlichkeit seiner Fotokopiergeräte geworben und dazu ein nachgestelltes Foto aus dem berühmten Film "Der blaue Engel" mit Marlene Dietrich verwendet, auf dem eine ähnlich gekleidete Person zu sehen war. Daraufhin verlangte die Tochter und Alleinerbin der Dietrich eine angemessene Lizenzvergütung. Der BGH gab der Klage am 22. April 2004 statt. Die hiergegen gerichtete Beschwerde wurde vom Bundesverfassungsgericht jetzt abgelehnt. (APA)

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