Deutsche Funkwerk übernimmt 60 Prozent von österreichischer aphona

5. Oktober 2006, 13:59
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FEC will Aktivitäten in Österreich und Osteuropa verstärken

Der deutsche Telekommunikationstechnik-Hersteller Funkwerk Communications GmbH (FEC) hat 60 Prozent an der österreichischen aphona GmbH, Entwickler von Kommunikationsanlagen für Business- und Industrieanwendungen, von der Raiffeisen Informatik Beteiligungs GmbH übernommen. Mit der Übernahme strebe die FEC eine Ausweitung der Aktivitäten auf dem österreichischen und osteuropäischen Markt an, hieß es am Dienstag in einer Pressemitteilung. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

aphona ist ein Lieferant der Telekom Austria und arbeitet bereits seit längerem mit FEC bei der Produktentwicklung zusammen. Das Unternehmen kooperiert im Bereich Industriekommunikation eng mit dem lokalen russischen Partner aphona RZhD in Moskau. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 30 Mitarbeiter mit einem Forschungs- und Entwicklungsanteil von 50 Prozent und erzielte zuletzt einen Umsatz von 3 Mio. Euro.

aphona ging ursprünglich aus einer Ausgründung der TK-Aktivitäten für kleine und mittelständische Unternehmen aus der Kapsch AG im Jahr 2002 hervor. Erst Ende 2005 hatte die Raiffeisen Informatik Beteiligungs GmbH (RI-B), Schwesterunternehmen der Raiffeisen Informatik GmbH, die Anteile der Kapsch AG in Höhe von 40 Prozent an aphona übernommen und damit ihre Beteiligung auf 100 Prozent aufgestockt.

Funkwerk hatte im ersten Halbjahr 2006 einen rückläufigen Umsatz von 111,1 Mio. Euro erzielt, nach 114 Mio. Euro in der ersten Hälfte 2005. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich auf 1,4 Mio. Euro nach 4,4 Mio. Euro. Das Unternehmen mit 1.200 Mitarbeitern hatte seine Geschäftsprognose bereits im Juli nach einem schwachen zweiten Quartal deutlich gesenkt.(APA)

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