Wiener Börse am Freitag: ATX schließt fester

2. Oktober 2006, 17:46
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Vierter Tag in Folge in der Gewinnzone - Nachrichtenarmes Geschäft - Raiffeisen auf Rekordhoch - Immofinanz mit Quartalsausweis

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei gutem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 9,13 Punkte oder 0,24 Prozent auf 3.868,27 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund fünf Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.863 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17:30 Uhr MESZ: Dow Jones/New York +0,01 Prozent, DAX/Frankfurt +0,25 Prozent, FTSE/London -0,17 Prozent und CAC-40/Paris +0 Prozent.

Zum Wochenschluss legte der heimische Aktienmarkt in einem nachrichtenarmen Börsengeschäft den vierten Handelstag in Folge zu. Das europäische Börsenumfeld zeigte sich hingegen mit verhaltener Tendenz. Beflügelt wurde der ATX vor allem von den Gewinnen der Schwergewichte OMV und Raiffeisen International, die dem wichtigsten österreichischen Index einen Punkte-Zuwachs von mehr als 20 Zählern bescherten.

Unter den Finanzwerten zogen Raiffeisen International um 3,96 Prozent auf 84,00 Euro (402.380 gehandelte Stück in Einfachzählung) an und markierten damit ein neues Rekordhoch seit Börseneinführung. Die Titel des Branchenkollegen Erste Bank verbilligten sich hingegen 1,19 Prozent auf 49,10 Euro (6989.200 Stück).

AUA stiegen um 3,86 Prozent auf 7,27 Euro (79.422 Stück). Die Zukunft der angeschlagenen Luftfahrtgruppe Austrian Airlines (AUA) ist am Montag das einzige und vorrangige Thema einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung der Staatsholding ÖIAG, die mit 39,7 Prozent größter AUA-Einzelaktionär ist.

Die OMV-Papiere verteuerten sich um 1,14 Prozent auf 40,86 Euro (1.216.801 Stück) und summierten damit das Wochenplus auf etwa zehn Prozent. Bekannt wurde zudem, dass die OMV die Lieferverträge mit dem russischen Gasmonopolisten Gazprom bis 2027 verlängert hat.

Telekom Austria (TA) gingen unverändert auf 19,90 Euro (1.897.363 Stück) ins Wochenende. Die Chancen der TA für einen Markteinstieg in Serbien sind wieder stark gestiegen. Die Telekom-Tochter Mobilkom ist der einzige Bewerber um die dritte Mobilfunklizenz in Serbien, wurde am Vorabend bekannt.

Neuigkeiten gab es aus dem Immobilienbereich. Immofinanz hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) auf 144,9 Mio. Euro fast verdoppelt. Die Umsatzerlöse des Unternehmens stiegen um etwa 44 Prozent auf 117,8 Mio. Euro. Immofinanz-Titel erhöhten sich um 1,60 Prozent auf 9,50 Euro (2.073.012 Stück).

bwin verloren 2,12 Prozent auf 20,80 Euro (153.580 Stück) an Wert. Jede Form der Werbung für Online-Sportwettenanbieter in der französischen Fußballmeisterschaft der ersten und zweiten Division wird in Frankreich suspendiert.

Die zehn größten Kursgewinner von Freitag:

1. EUROMARKETING AG +27,27 Prozent 2. BANK FÜR TIROL UND VBG AG VZ +7,88 Prozent 3. RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG +3,96 Prozent 4. AUSTRIAN AIRLINES AG +3,86 Prozent 5. BWT AG +3,65 Prozent 6. JOWOOD PRODUCTIONS SOFTWARE AG +2,48 Prozent 7. RATH AG +2,26 Prozent 8. ZUMTOBEL AG +2,06 Prozent 9. RHI AG +2,05 Prozent 10. IMMOFINANZ IMMOBILIEN ANL. AG +1,60 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer von Freitag:

1. BRAIN FORCE HOLDING AG -2,67 Prozent 2. UNTERNEHMENS INVEST AG -2,60 Prozent 3. BWIN INT. ENTERT. AG -2,12 Prozent 4. LENZING AG -1,87 Prozent 5. SEMPERIT AG HOLDING -1,45 Prozent 6. BAYER. HYPO-UND VEREINSBANK AG -1,40 Prozent 7. VOESTALPINE AG -1,30 Prozent 8. EYBL INTERNATIONAL AG -1,29 Prozent 9. ERSTE BANK DER OESTERR. SPK AG -1,19 Prozent 10. ANDRITZ AG -1,02 Prozent

(APA)
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