Geständnisse aus "Rainbow-Warrior"-Prozess werden veröffentlicht

4. Oktober 2006, 13:36
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20 Jahre nach tödlichem Anschlag auf Greenpeace-Schiff

Wellington - Mehr als 20 Jahre nach dem tödlichen Anschlag auf das Greenpeace-Schiff "Rainbow Warrior" dürfen die Aufnahmen aus dem Prozess veröffentlicht werden. Zwei französische Geheimagenten hatten in dem Verfahren gestanden, den Sprengstoffanschlag im Juli 1985 im Hafen von Auckland verübt zu haben, bei dem ein Fotograf der Umweltschutzorganisation ums Leben kam.

Sie klagten gegen die Veröffentlichung der Bilder, am Dienstag wies der Oberste Gerichtshof von Neuseeland die Klage schließlich zurück. Der staatliche Sender Television New Zealand wird die Geständnisse am Sonntag ausstrahlen.

Fotograf wurde getötet

Nach Medienberichten hatte der damals französische Staatspräsident Francois Mitterrand den Anschlag gebilligt: Die Attentäter verhinderten damit, dass die "Rainbow Warrior" in den Südpazifik auslief und beim Mururoa-Atoll gegen französische Atomtests protestierte. Zwei Sprengsätze zerstörten die Außenwand des Schiffes, ein Greenpeace-Fotograf wurde getötet.

Die beiden Agenten des französischen Auslandsgeheimdienstes DGSE wurden zu zehn Jahren Haft verurteilt. Nach weniger als einem Jahr kamen sie jedoch auf französischen Druck frei und wurden in ihrer Heimat als Helden gefeiert. Gegen die Veröffentlichung der Prozessaufnahmen hatten sie mit der Begründung geklagt, sie hätten die Aufzeichnungen nicht gebilligt. (APA/AP)

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