"Blair und Bush haben Blut an den Händen"

4. Oktober 2006, 15:32
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83-jähriger Labour-Veteran Walter Wolfgang: "Premier hat in der Libanon-Krise schwere Schuld auf sich geladen"

Manchester - Der 83-jährige Labour-Veteran Walter Wolfgang hat Premierminister Tony Blair vorgeworfen, während der Libanon-Krise schwere Schuld auf sich geladen zu haben. Gemeinsam mit US-Präsident George W. Bush habe Blair die Durchsetzung eines Waffenstillstandes verhindert, erklärte Wolfgang am Dienstag als Delegierter des Labour-Parteitages in Manchester. Blair und Bush hätten deshalb "Blut an ihren Händen".

Der aus Deutschland stammende Labour-Aktivist war im vergangenen Jahr beim Labour-Parteitag nach Zwischenrufen während einer Rede des damaligen britischen Außenministers Jack Straw von Wächtern mit Gewalt aus dem Saal geschleppt worden. Er hatte Ausführungen von Straw zum Irak-Krieg lautstark als Unsinn bezeichnet. Straw und Tony Blair entschuldigten sich später. Wolfgang ist Mitglied der linken Koalition "Stoppt den Krieg!", die sich für einen Rückzug der britischen Truppen aus dem Irak einsetzt. (APA/dpa)

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    Beim Labour-Parteitag 2005 wurde Walter Wolfgang des Saales verwiesen, weil er eine Rede des damaligen Außenministers Jack Straw mit Zwischenrufen störte.

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