Holz und Gas derzeit teurer

6. Oktober 2006, 08:35
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Seitdem Mitte des Jahres die Ölpreise sinken, gleichzeitig aber die trendigen Pellets kräftig teurer geworden sind, verspürt die Heizölbranche wieder Rückenwind

Wien - Während Heizöl mittlerweile um zehn Prozent billiger ist als noch vor einem Jahr, stieg der Pelletpreis im gleichen Zeitraum um 67 Prozent, teilte das Institut für wirtschaftliche Ölheizungen (IWO) am Dienstag in einer Aussendung mit.

Selbst Erdgas, dessen Preis sich am Erdöl orientiert, sei um neun Prozent teurer geworden, so die Interessensvereinigung der Mineralölwirtschaft und der Ölheizungs-Hersteller.

"Wirtschaftlich sinnlos

Nach Ansicht des IWO macht die Anschaffung einer Pelletsheizung "in wirtschaftlicher Hinsicht keinen Sinn". So koste eine Anlage zur Verbrennung von gepresstem Rundholz um 4.000 Euro mehr als eine vergleichbare neue Ölheizung. Auch ein Umbau einer Öl- zu einer Pelletsheizung sei eine "rechnerisch teure Fehlentscheidung".

Engpässe bei Holz

Weiters warnt das IWO vor Engpässen bei Holz. Im vergangenen Winter sei jedenfalls die Versorgungslage "katastrophal" gewesen. Allerdings hatte der vergangene Winter auch Rekordpreise beim Öl gebracht. Außerdem verweist das IWO auf den Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine. Nicht erwähnt wird allerdings, dass Russland auch einer der größten Ölexporteure ist.

Erstmals wurden 2005 in Österreich mehr Pelletsfeuerungen verkauft als Ölkessel. Die Zahl der installierten Pelletsheizungen stieg um 46 Prozent auf 8.874. Die meisten Anlagen wurden im Vorjahr in Oberösterreich mit einem Anteil von 25 Prozent errichtet, gefolgt von Niederösterreich mit 22,7 Prozent und der Steiermark mit 17,5 Prozent. Der Pelletsverbrauch stieg in Österreich dadurch von 220.000 auf rund 280.000 Tonnen, die inländische Produktion auf rund 490.000 t Pellets. (APA)

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