Frankreich will Giftmüll aus der Elfenbeinküste aufnehmen

4. Oktober 2006, 13:36
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Acht Menschen an den Folgen der Vergiftung gestorben

Paris - Frankreich will den Giftmüll entsorgen, der in der Elfenbeinküste eine Umweltkatastrophe ausgelöst hatte. Acht Menschen waren in Abidjan gestorben und 44.000 hatten sich ärztlich behandeln lassen, nachdem sie mit dem Müll in Berührung gekommen waren. Wegen des Skandals waren zwei französische Mitarbeiter einer niederländischen Firma in Abidjan festgenommen worden.

"Frankreich ist bereit, auf seinem Gebiet den Müll zu behandeln", erklärte das Außenministerium in Paris am Freitag. Die Entscheidung liege bei der französischen Firma, die im Auftrag der Elfenbeinküste den Müll beseitigen soll. Das Ministerium betonte, der Müll stamme nicht aus Frankreich und sei weder von einem französischen Schiff noch über französisches Gebiet nach Afrika gebracht worden. Das griechische Schiff "Probo Koala" hatte im Auftrage der Niederländer eine gefährliche Mixtur aus 528 Tonnen Ölresten, Schwefelwasserstoff, Phenolen und anderen Chemikalien nach Abidjan gebracht. Dort wurde ein Großteil unter freiem Himmel einfach abgekippt. (APA/dpa)

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