Newcastle zieht Konsequenzen

16. Oktober 2006, 12:47
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Verein trennte sich von verdächtigtem Co-Trainer Kevin Bond, dem ersten Opfer der Affäre - Entlassener weist jede Schuld von sich

London - Der englische Premier-League-Klub Newcastle United hat seinen Assistenz-Trainer Kevin Bond entlassen. Das gab der börsennotierte Erstligist am Dienstag in einer Mitteilung an die Londoner Börse bekannt. Bond war in einer BBC-Dokumentation in der vergangenen Woche mit der Affäre um Schmiergeld-Zahlungen an Manager und Trainer im englischen Fußball in Verbindung gebracht worden und ist nun das erste Opfer der Affäre.

Bond war bei geheimen Verhandlungen über illegale Zahlungen aufgezeichnet worden. "Newcastle United hat den Vertrag mit Kevin Bond beendet", lautete die offizielle Stellungnahme. "Vom Klub gibt es keinen weiteren Kommentar." Der englische Fußball-Verband (FA) hat eine Reihe von Untersuchungen sämtlicher dokumentierter Vorfälle und Anschuldigungen eingeleitet.

Der 49-jährige Bond war früher Assistent des ebenfalls in der Affäre beschuldigten Harry Redknapp in Portsmouth. Er warf Newcastle vor, keine ordentliche Untersuchung durchgeführt zu haben. "Ich bin außerordentlich enttäuscht", ließ der Geschasste durch seinen Anwalt verkünden. Seine Rechtsvertreter wollen die BBC nun zur Herausgabe des vollständigen Transkripts der Sendung zu veröffentlichen.

Der Klub habe seine Entscheidung vorschnell und nur auf Basis weniger redigierter Sätze getroffen, so Bond. Er wolle alle rechtlichen Schritte einleiten, um seinen Ruf wiederherzustellen. Nie hätte er in seiner Zeit bei Portsmouth verbotene Zahlungen erhalten. Die BBC hatte ein Telefonat Bonds mit einer fiktiven Spieleragentur ausgestrahlt, in der angeblich die Möglichkeit solcher Geldflüsse besprochen wurden. (red/APA/Reuters)

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    Kevin Bond kann seine Sachen packen.

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