Bewerbungsformen

2. Februar 2007, 15:22
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Eine Studie unterstreicht, dass die klassische Bewerbungsmappe nach wie vor hoch im Kurs steht

Wie präsentiert man sich als Bewerber optimal beim Unternehmen? Mit der klassischen Bewerbungsmappe oder doch besser übers Internet? Die DIS Deutscher Industrie Service AG fragte nach. Eine repräsentative IPSOS-Studie im Auftrag des Personaldienstleisters ergab: Für über 80 Prozent der Deutschen ist nach wie vor die klassische Bewerbungsmappe der aussagekräftigste Weg, erst jeder Dritte wählt den Weg der Online-Bewerbung. In dieser Einstellung unterscheiden sich selbst Befragte der unterschiedlichen Altersgruppen kaum voneinander: 79 Prozent der 34-jährigen, 81 Prozent der 35- bis 54-jährigen und 86 Prozent der über 55-jährigen teilen diese Ansicht.

Dipl.-Ing. Franz Gober MBA, Geschäftsführer DIS AG Österreich: „Als Personaldienstleister haben wir natürlich äußerst viele Bewerbungen, die hier in Österreich eher Online bei uns eintreffen. Insbesondere bei höher qualifizierten Stellen erhalten wir die Bewerbungen meist elektronisch. Oftmals ist es effizienter, eine klassische Bewerbungsmappe erst als Ergänzung zum Gespräch mitzubringen. Das unterstreicht die persönliche Note. Die Qualifikation des Bewerbers/der Bewerberin sollte natürlich bereits aus der Online Bewerbung klar ersichtlich sein.„

Gefragt nach der Darstellung der eigenen Qualifikationen, geben 28 Prozent der Befragten an, in Bewerbungsunterlagen schon einmal Wissen und Fähigkeiten positiver dargestellt zu haben, als sie in Wirklichkeit sind. Männer schönen jedoch mit 34 Prozent deutlich häufiger ihre Unterlagen, Frauen mit nur 23 Prozent. Im Vorstellungsgespräch geben sich Bewerber hingegen auffallend ehrlich: Nur 7 Prozent aller Deutschen geben an, bei der Frage nach Lücken im Lebenslauf bereits einmal die Unwahrheit gesagt zu haben.

Bei der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch gehen Bewerber ebenfalls lieber auf Nummer sicher. So geben 87 Prozent der Befragten an, vor einem Gespräch ganz genau zu überprüfen, wie viel Zeit der Weg ins Unternehmen in Anspruch nimmt, um keinesfalls zu spät zu kommen und nur 9 Prozent der Befragten sagen, sie hätten einen vereinbarten Termin bereits einmal wegen Unwohlsein verschoben. Darüber hinaus haben 17 Prozent bereits Vorstellungsgespräche ausschließlich zu Übungszwecken angenommen. Unterschieden nach den Bildungsabschlüssen hat bereits jeder vierte Abiturient oder Hochschulabsolvent (21 Prozent) seine Wirkung in einem realen Gespräch getestet. Realschulabsolventen (15 Prozent) und Hauptschulabsolventen (14 Prozent) nutzen diese Vorbereitung seltener. Für einen eher ungeliebten Job sind dagegen 13 Prozent der Befragten schon unvorbereitet zu Vorstellungsgesprächen gegangen, mit 17 Prozent deutlich häufiger die unter 35-jährigen als die 35- bis 54-jährigen (14 Prozent) und die über 55-jährigen (10 Prozent). In Bezug auf die Kleidung sind sich die Befragten einig: 82 Prozent gaben an, dass ein seriöses Outfit bei einem Vorstellungsgespräch ein Muss ist, auch wenn die Beschäftigten im Unternehmen legerer gekleidet sind. Befragt wurden ca. 1.000 Deutsche ab 14 Jahren. (red)

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