Limewire schlägt zurück: Klage gegen Musikindustrie eingereicht

9. Juli 2007, 11:32
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Wegen Verstößen gegen das Kartellgesetz - RIAA wolle alle Services, die sie nicht kontrolliert, zerstören

Wenn Online-Tauschbörsen und die Musikindustrie sich vor Gericht treffen, dann ist diese Beziehung meist recht klar definiert: Die Recording Industry Association of America (RIAA) klagt - die Tauschbörsen versuchen ihre Unschuld zu beweisen.

Strike back

Limewire dreht aber nun den Spieß um: Auf aktuelle Klagen der Musikindustrie reagiert man mit einem Gegenschlag: Die Tauschbörse hat seinerseits Klage gegen die RIAA eingebracht.

Vorwurf

Die dabei erhobenen Vorwürfe lassen sich schnell zusammenfassen: Die RIAA verstoße mit ihrer aggressiven Politik gegen das Kartellrecht. Ihr Ziel sei es jedes Online-Musikservice, dass man nicht selber besitze oder kontrolliere zu vernichten.

Exklusiv

Auf diese Weise zwinge die RIAA andere Unternehmen dazu Exklusivverträge mit ihr einzugehen, die dem Wesen des freien Marktes widersprechen würden. Diese Machtposition versuche die RIAA auszunutzen, um den Preis für digitale Musik künstlich hoch zu halten - dies zum Nachteil der KonsumentInnen.

Anfang August hatte die Musikindustrie eine Klage gegen Limewire eingebracht, in der man dem Unternehmen die Unterstützung von Copyright-Verletzungen vorwirft. Sony BMG, Virgin Records, Warner Bros. Records und andere Labels fordern in diesem Zusammenhang Schadenersatz in der Höhe von 150.000 US-Dollar für jeden illegitim im Netz verbreiteten Song. (red)

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