HP-Manager wegen Spionageskandal vor US-Kongressausschuss geladen

3. Oktober 2006, 09:11
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Wegen Datenspionage und der unerlaubten Weitergabe von Firmeninterna

Im Zusammenhang mit dem Spionageskandal beim US-Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) sind hochrangige Manager für Donnerstag vor einen Kongressausschuss geladen worden. Es handle sich unter anderem um Kevin Hunsaker, der im Konzern für Ethikfragen zuständig sei, teilte der Unterausschuss für Energie- und Handelsfragen des Repräsentantenhauses am Montag mit.

Weltweite Ermittlungen

Auch der für weltweite Ermittlungen bei HP verantwortliche Anthony Gentilucci sei gebeten worden zu erscheinen. Den Angaben zufolge wurde zudem ein privater Ermittler vorgeladen. Ein HP-Sprecher bestätigte die Vorladungen der beiden HP-Manager.

Hurd und Dunn

Erwartet wird darüber hinaus, dass am Donnerstag auch Konzernchef Mark Hurd und die frühere Direktoriumsvorsitzende Patricia Dunn aussagen. Dunn hatte ihr Amt erst vor wenigen Tagen aufgegeben. Hurd räumte vor kurzem erstmals seine Beteiligung an dem Spionageskandal ein. Dabei geht es um umstrittene Methoden, mit denen das Management Datenspionage und der unerlaubten Weitergabe von Firmeninterna auf die Spur kommen wollte.

HP setzte etwa Detektive ein, die bei ihren Ermittlungen eine falsche Identität vorgetäuscht hatten, um an Telefondaten von Mitarbeitern und Journalisten zu kommen. Neben der Justiz ermittelt inzwischen auch die US-Börsenaufsicht SEC gegen den Konzern.(APA/Reuters)

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