USA verschieben Abzug von 3500 Soldaten

3. Oktober 2006, 12:28
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Die in Region Ramadi stationierten Truppen bleiben länger

Washington - Die USA verschieben nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium den geplanten Abzug von 3500 Soldaten aus dem Irak. Die in der umkämpften Region Ramadi stationierten Truppen würden länger bleiben, aber "weniger als zwei Monate", sagte ein Vertreter des Ministeriums am Montag vor der offiziellen Bekanntgabe der Entscheidung.

Ramadi gilt als eine der Hochburgen der Aufständischen im Irak. Die Verzögerung hilft dem US-Militär, die Truppenzahl auf dem bereits erhöhten Niveau zu halten. Ursprünglich war der Abzug der Soldaten für Jänner geplant. Jetzt verlängert sich ihr Aufenthalt auf insgesamt rund 13 Monate. Normalerweise bleiben US-Soldaten nicht länger als ein Jahr im Irak.

Wie die "Washington Times" am Montag berichtete, erwägt die US-Armee zudem, weitere Kampftruppen in den Golfstaat zu schicken. Damit solle der Forderung des zuständigen Kommandanten entsprochen werden, bis Mitte nächsten Jahres mehr als 140.000 Soldaten im Irak zu halten. Der US-General John Abizaid hatte in der vergangenen Woche erklärt, die USA könnten die Anzahl ihrer im Irak stationierten Soldaten wohl kaum vor Mitte nächsten Jahres reduzieren.

Eventuell müsste das Kontingent von derzeit 147.000 Soldaten sogar verstärkt werden. Seit Juli haben die USA 20.000 zusätzliche Soldaten in den Golf-Staat entsandt. Die US-Regierung steht unter innenpolitischem Druck, die Zahl der Truppen im Irak zu reduzieren. (APA/Reuters)

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