Polizei vereitelt geplanten Bombenanschlag an Ägäisküste

3. Oktober 2006, 15:15
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Neun Kilogramm Plastiksprengstoff in der Hafenstadt Izmir sichergestellt

Istanbul - Die türkische Polizei hat in der Hafenstadt Izmir mehr als neun Kilogramm Plastiksprengstoff sichergestellt und damit nach eigenen Angaben neue Bombenanschläge kurdischer Extremisten in Touristengebieten an der Ägäisküste vereitelt. Bei der Razzia in einer Wohnsiedlung wurde ein Hausmeister festgenommen, der den Sprengstoff im Keller verwahrt hatte, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi am Montag.

Bei einer Serie von Anschlägen in den Urlaubsorten Marmaris und Antalya waren vor vier Wochen drei Menschen getötet und etwa 100 verletzt worden, darunter auch ausländische Touristen.

Bei einem Schusswechsel in der südosttürkischen Provinz Mardin töteten militante Kurden in der Nacht auf Montag einen Soldaten und verletzten zwei Dorfwächter. Die von der Türkei als terroristisch eingestufte Kurdische Arbeiterpartei PKK bekannte sich unterdessen zu einem Autobomben-Anschlag gegen ein Polizeigebäude im Osten des Landes, bei dem am Sonntag in der Stadt Igdir 17 Menschen verletzt worden waren, wie eine kurdische Nachrichtenagentur meldete. (APA/dpa)

Seit die PKK im Sommer 2004 eine mehrjährige Waffenruhe beendet hat, haben Angriffe und Anschläge kurdischer Extremisten in der Türkei wieder zugenommen.

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