Schweizer leiten ihre Unternehmen mehrheitlich selbst

11. Oktober 2006, 15:22
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70 Prozent der Schweizer Firmen unter Leitung von Schweizern - Studie: Anteil ausländischer Firmenchefs soll jedoch zunehmen

Zürich - Die große Mehrheit der Schweizer Firmen befindet sich unter der Leitung von Schweizern. Der Anteil ausländischer Firmenchefs soll aber zunehmen, wie das Beratungsunternehmen Guido Schilling & Partner in einer Studie festhält.

Von den 114 in die Studie mit einbezogenen Unternehmen werden 80 von einem Schweizer Konzernchef geleitet. Das entspricht einem Anteil von 70 Prozent. 34 Unternehmen oder 30 Prozent werden von ausländischen Führungskräften geführt, wie es in der am Montag publizierten Studie heißt.

Bei den Unternehmen, die im Börsenbarometer SMI vertreten sind, erhöhe sich der Anteil der ausländischen Chefs auf 50 Prozent, heißt es. Damit stehe jedem zweiten SMI-Unternehmen ein Nicht-Schweizer vor.

Die Studie untersuchte zudem die Zusammensetzung der Geschäftsleitungen der größten Unternehmen bezüglich der Nationalität. Von den insgesamt 831 Geschäftsleitungsmitgliedern seien 343 Ausländer, heißt es. Das entspricht einem Wert von 40 Prozent.

SMI-Unternehmen

Bei den SMI-Unternehmen seien von den 228 Geschäftsleitungsmitgliedern 131 oder 58 Prozent ausländischer Herkunft, heißt es weiter.

Die Geschäftsleitungen der größten Schweizer Unternehmen würden immer internationaler, heißt es. Immer mehr Unternehmen erzielten in ihrem Schweizer Heimmarkt nur noch einen geringen Anteil ihrer gesamten Wertschöpfung, so dass sie sich nicht mehr verpflichtet fühlten, einen Schweizer an die Spitze zu stellen, wird der Berater in der Mitteilung zitiert.

Das typische Geschäftsleitungsmitglied eines großen Schweizer Unternehmens sei männlich, 51 Jahre alt und verfüge mindestens über einen Hochschulabschluss. Er ist seit rund fünf Jahren in der Geschäftsleitung und in der Regel vor seiner Berufung an die Führungsspitze schon viele Jahre im Unternehmen tätig. (APA/sda)

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    foto: epa/flueckiger
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