Gänserndorfer Schimpansen erhalten Betreuung auf Lebenszeit

2. Oktober 2006, 13:12
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Pharma-Konzern Baxter übernimmt Mitfinanzierung für seine einstigen Labortiere

Wien - Das unsichere Schicksal der 44 Schimpansen des vor zwei Jahren in Konkurs gegangenen Safariparks Gänserndorf ist nun geklärt. Das sagte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien. Der Pharma-Konzern Baxter übernehme "bis auf Lebenszeit" die Mitfinanzierung der Versorgung und Betreuung der Tiere.

Über den genauen Betrag gab die Ministerin noch keine Auskunft, es gebe bereits eine "schriftliche Zusage", der letztendliche Vertrag werde aber noch verhandelt. Im Mai wurden die Schimpansen von der Agentur für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (AGES) untersucht, ebenso gab es ein Gutachten zur Neuadaptierung eines Gebäudeteils, um die "Unterbringung der Schimpansen dauerhaft sicher zu stellen", so die Ministerin. Ab Anfang nächsten Jahres nimmt sich laut Rauch-Kallat eine öffentliche Trägerschaft der zwei Affenhäuser an.

Seit Dezember 2002 verbringen die ehemaligen Laboraffen von Baxter ihren Lebensabend im Safaripark Gänserndorf. Sie waren als Versuchstiere für Impfstoffe eingesetzt worden, ein Teil von ihnen ist mit HIV sowie Hepatitis B und C infiziert. Die Schimpansen, durch ihr Leben in den Labors oft schwer verhaltensgestört, müssen teilweise einzeln gehalten werden, sagte die Ministerin. Die 44 Tiere sollen in Gänserndorf bleiben. (APA/red)

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