Minopolis will expandieren

12. Oktober 2006, 14:21
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Nach Wien als "Start­rampe" plant die Kinder­stadt zehn weitere Standorte bis 2016 - Erste "Filiale" wahr­scheinlich in Moskau

Wien - Eine Stadt expandiert: Die Kindererlebniswelt Minopolis soll in den kommenden zehn Jahren auf insgesamt zehn Standorte wachsen. Eine "Filiale" könnte es schon 2007 - oder zumindest 2008 - in Moskau geben, berichtete Geschäftsführer Michael Ramprecht am Montag. Die erste Stadt der Kinder wurde vergangenen November in Wien-Donaustadt eröffnet.

Seither warten dort 25 Themenstationen auf Gäste zwischen vier und zwölf Jahren. Diese können sich dort einen Beruf aussuchen und diesen spielerisch ausüben. Sei es als Polizist, Arzt oder auch Bäcker: Die Kinder müssen mit ihrer Tätigkeit Geld ("Eurolinos") verdienen und könne diese auch wieder in eigenen Geschäften oder Lokalen ausgeben. Sogar ein Führerschein kann erworben werden.

Vorbereitung auf Berufswelt

"Wir wollen Kinder realistisch auf die Berufswelt vorbereiten", betonte Minopolis-Chef Ramprecht. Das Lernen und Spielen geschieht mit Betreuung, rund 60 Mitarbeiter kümmern sich um die jungen Kunden. Die Kinder kommen laut Ramprecht sowohl alleine, aber auch in Gruppen oder mit den Eltern. Auch Schulklassen sind regelmäßig zu Besuch.

Errichtet wurde Minopolis von der Soravia-Gruppe, die rund acht Millionen Euro in die kleine Stadt bei der Reichsbrücke investierte. Die Themenstationen sowie die Betriebskosten wurden bzw. werden zum Großteil durch Partner und Sponsoren finanziert. Große Gewinne sind demnach nicht das Ziel: Ausgeglichen soll in Wien erst 2010 bilanziert werden, so Ramprecht. Ausgaben bzw. Einnahmen sollen dann jährlich bei jeweils rund sechs Millionen Euro liegen.

Gespräche mit St. Petersburg

Während Wien als "Startrampe" gesehen wird, sollen die Schwerpunkte in Zukunft in anderen Märkten liegen. Russland ist dabei eines der Ziele. Neben Moskau könnte in absehbarer Zeit auch in St. Petersburg ein Minopolis entstehen. Dazu gibt es bereits Gespräche, wie Ramprecht berichtete. Auch Standorte in Deutschland sowie in anderen europäischen Staaten sind angedacht. Möglich ist zudem, dass sich die Expansion auch auf den arabischen Raum erstreckt.

"Die Expansion ist gewollt, in welcher Form sie passiert, das wird derzeit aber noch überlegt", sagte Ramprecht. In Frage kommen demnach Franchise-Konzepte oder auch Joint Ventures. Eines steht laut Ramprecht jedoch bereits fest: In Österreich wird es kein weiteres Minopolis geben. Der Wiener Standort soll jedoch sukzessive vergrößert werden, da der Andrang groß sei und die Kapazität oft nicht ausreiche, wie es heute hieß. (APA)

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Minopolis
  • Die Kinder können sich unter 25 Themenstationen einen Beruf aussuchen und diesen spielerisch ausüben.
    foto: minopolis

    Die Kinder können sich unter 25 Themenstationen einen Beruf aussuchen und diesen spielerisch ausüben.

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