Konwitschny klagt Staatsoper und Festwochen

3. Oktober 2006, 15:39
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Deutscher Regisseur will Schadenersatz nach Absage des Gluck-Zyklus

Wien - Nach der Absage eines vierteiligen Gluck-Zyklus haben der deutsche Regisseur Peter Konwitschny und sein Team die Wiener Festwochen und die Wiener Staatsoper auf Schadenersatz geklagt. Dies berichtet laut Vorabmeldung das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Dienstag erscheinenden Ausgabe. Bestätigt wurde dies am Sonntag bei den Wiener Festwochen.

Die Klage existiere und sei gerichtsanhängig, so Geschäftsführer Wolfgang Wais auf Anfrage. Zu dem laufenden Verfahren wollte er keinen darüber hinausgehenden Kommentar abgeben. Die Wiener Festwochen waren damals Mitorganisator. Bei der Wiener Staatsoper war am Sonntag vorerst keine Bestätigung zu erlangen.

Der Zyklus mit vier Opern - "Alceste" und "Armide" waren in der Staatsoper vorgesehen, "Iphigenie in Aulis" und "Iphigenie auf Tauris" im Theater an der Wien - war für 2006 und 2007 geplant gewesen und wurde 2004 von der Wiener Staatsoper abgesagt. Damals hatte Staatsopern-Direktor Ioan Holender betont, dass Theater an der Wien-Intendant Roland Geyer auf Grund im Jänner 2004 noch ausständiger Budgetbeschlüsse nicht die notwendigen fixen Zusagen machen habe können.

Laut "trend" zeige weiters eine neue interne Evaluation für das Theater an der Wien, dass die für das Jahr 2006 zugeteilten Subventionen in der Höhe von 16,7 Millionen nicht ausreichen. (APA)

  • Peter Konwitschny
    foto: standard / matthias cremer

    Peter Konwitschny

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