MAN schließt Nachbesserung des Angebots für Scania nicht aus

9. Oktober 2006, 14:47
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Deutsche wollen laut Branchenblatt auf 55 Euro pro Aktie nachbessern - Konzern spricht von "Spekulation", VW meint: "Reicht nicht"

München - Der deutsche Nutzfahrzeughersteller MAN will einem Bericht zufolge das Angebot für den schwedischen Konkurrenten Scania um rund 14 Prozent auf knapp elf Milliarden Euro erhöhen. Nach Informationen der Branchenzeitung "Automobilwoche" ist ein Preis von 500 Kronen (55 Euro) pro Aktie eine Option, die zurzeit in der MAN-Spitze diskutiert wird.

Der Bericht wurde von einem Unternehmenssprecher am Montag zwar zurückgewiesen - alle in den Medien genannten Zahlen seien "Spekulation", hieß es -, eine Nachbesserung des Offerts wollte der Sprecher aber grundsätzlich nicht ausschließen.

VW findet 600 Kronen "angemessen"

Bereits am Freitag hatte das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Aussagen des MAN-Chefs Hakan Samuelsson berichtet, dass MAN nachbessern wolle. "Im Rahmen der sechswöchigen Frist bis Anfang November sind Änderungen möglich, und wir schließen diese nicht aus", sagte ein Unternehmenssprecher am Freitagabend.

"440 Kronen waren ein schlechter Witz, und auch 500 Kronen werden nicht reichen", zitiert die "Automobilwoche" aus dem Umfeld von VW-Chef Bernd Pischetsrieder. VW ist größter Aktionär bei Scania. "600 Kronen sind eine angemessene Zielgröße."

Mitte November wird MAN das offizielle Kaufangebot an der Stockholmer Börse einreichen. In einem ersten Kaufangebot hatte MAN 440 schwedische Kronen (48 Euro) pro Aktie oder insgesamt 9,6 Milliarden Euro geboten. Der Scania-Aufsichtsrat sowie die Hauptaktionäre Volkswagen und die zur Wallenberg-Familie gehörende Holdinggesellschaft Investor hatten das Angebot jedoch zurückgewiesen. (APA/dpa)

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