Flüchtlinge kehren nach Grosny zurück

27. Juni 2000, 15:07

Versorgung bleibt schwierig

Moskau - Immer mehr Flüchtlinge kehren nach russischen Angaben in die vom Krieg zerstörte tschetschenische Hauptstadt Grosny zurück. Mittlerweile halten sich bereits wieder mehr als 100.000 Menschen in der Ruinenstadt auf, meldete die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS am Dienstag unter Berufung auf die Stadtverwaltung. Die Versorgung der Menschen in der völlig zerstörten Stadt sei weiterhin schwierig.

Die Stadtverwaltung von Grosny richtete Wohnheime für die Heimkehrer ein. Für die Versorgung mit Grundnahrunsmitteln sind nach wie vor das russische Katastrophenschutzministerium und das Rote Kreuz zuständig. Jeder Einwohner erhält monatlich kostenlos zwölf Laibe Brot. Das Ministerium verteilt außerdem Baumaterial wie Dachziegel oder Fenster.

Ungeachtet bescheidener Anzeichen einer Normalisierung in Teilen Tschetscheniens gingen die Partisanenüberfälle tschetschenischer Untergrundkämpfer weiter. Die russische Armee meldete am Dienstag allein Angriffe auf neun Wachposten, zwei Fahrzeugkonvois und fünf Grenzposten. 14 russische Soldaten wurden verwundet, als die Tschetschenen am Vortag einen Panzerwagen und einen Lastwagen mit ferngezündeten Minen angriffen. Die russische Luftwaffe flog 17 Angriffe mit Kampfflugzeugen und 30 Einsätze mit Hubschraubern. (APA/dpa)

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