Erstmals Schunkeln beim neuen "Stadl" mit Andy Borg

2. Oktober 2006, 13:06
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Neuer Moderator zollte Karl Moik Tribut: "Servas Koarl, wo auch immer du bist. Das wird immer dein Stadl bleiben"

Wien - "Das Warten hat ein Ende. Endlich ist wieder Stadlzeit!" Mit diesen Worten wurde am Samstag eine neue Ära in der beliebten Volksmusikshow "Musikantenstadl" eingeläutet. Der Stadl ging mit zahlreichen Neuerungen, namhaften Gästen und freilich mit Neomoderator Andy Borg in Wiener Neustadt über die Bühne.

Mit dem guten alten Karl-Moik-Stadl hatte die Sendung die Musik - Volksmusik und Schlager - gemein. Ansonsten wurde die Show von ihrem Moderator dominiert, der immer wieder - freilich erst nach hartnäckiger Überredung durch seine Gäste - selbst zum Mikrofon griff, wodurch der Eindruck entstand, der Musikantenstadl sei zur Andy-Borg-Show avanciert. Dem Publikum, darunter auch ORF-Programmdirektor Scolik, gefiel es sichtlich.

"Servas Koarl"

In der bis auf den letzten Platz gefüllten Arena Nova wurde geschunkelt, gelacht und geklatscht, was das Zeug hielt. Seine - zuvor mehrfach angekündigte - Nervosität überspielte Borg eindringlich charmant durch inszenierte Spontanität und freche Witze über seine Person und insbesondere über seinen Körperumfang. Den schwelenden Gerüchten um einen Streit mit seinem Vorgänger Karl Moik machte Borg den Garaus, indem er dem Urvater des Stadls Grüße schickte: "Servas Koarl, wo auch immer du bist. Das wird immer dein Stadl bleiben."

Hartgesottene Stadl-Fans wurden am Samstag mit zahlreichen Neuerungen konfrontiert. Auffallend war etwa die nagelneue, helle und freundlichere Dekoration und Stadlreporter Jan Smit. Neu war auch der Nachwuchswettbewerb, in dem diesmal drei junge Talente aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zum Zug kamen. Nicht dabei war das beliebte Moik-Rauhaardackel-Maskottchen "Wastl", dafür sorgte das Humorduo "Waltraud und Mariechen", das zwei schrille Witwen mimte, für "Spontan"-Comedy. (APA)

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