HVB soll Milliarden für Konzern-Investmentbanken hinlegen

11. Oktober 2006, 13:04
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"Spiegel": Deutsche sollen Investmentbank-Aktivitäten von BA-CA und UniCredit selbst übernehmen

München - Die HypoVereinsbank soll nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" den Großteil des Milliarden-Erlöses aus dem Verkauf ihrer Beteiligungen wieder abgeben. Nach dem Plan ihrer italienischen Konzernmutter UniCredit solle die HVB die Investmentbank-Aktivitäten ihrer früheren Tochtergesellschaft Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) und der UniCredit selbst übernehmen und dafür offenbar einen hohen Milliardenbetrag zahlen, berichtete das Magazin.

Der zuständige UniCredit-Vorstand Sergio Ermotti bekräftigte in diesem Zusammenhang bereits früher bekannt gegebene Pläne, die Investmentbank-Aktivitäten unter dem Dach der HVB zu bündeln. Er wolle von München aus auch das Geschäft mit Private-Equity-Fonds deutlich ausbauen, hieß es in dem Bericht.

Vor kurzem hatte die HVB bekannt gegeben, dass sie im Zuge ihrer Neuausrichtung wie erwartet die BA-CA sowie ihre Beteiligungen in Mittel- und Osteuropa an die Muttergesellschaft UniCredit verkauft. Dadurch fließt der HVB ein Buchgewinn in Höhe von knapp 6,5 Milliarden Euro zu. Allein 5,8 Milliarden Euro davon stammen aus der Übertragung der BA-CA. Nach einem Gutachten der Prüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers liegt der Verkaufspreis der gesamten Beteiligungen bei rund 12,5 Milliarden Euro. Die HVB hatte bereits angekündigt, das Geld für organisches Wachstum, Zukäufe sowie für die Stärkung des Investmentbanking nutzen zu wollen.

Die UniCredit fasst, wie berichtet, auch die weltweiten Investmentbank-Aktivitäten und einschlägigen Töchter im Bankkonzern in einer eigenen Investmentbank-Unternehmenseinheit zusammen. Dazu gehört aus Österreich die Bank Austria-Investmentbanktochter CA-IB, die in Wien und London insgesamt rund 250 Mitarbeiter beschäftigt. (APA/dpa)

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