US-Admiral Fallon: Militärische Schlagkraft Nordkoreas gesunken

9. Oktober 2006, 06:50
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Pjöngjang könnte einer Invasion nicht lange widerstehen - US-Truppen-Abbau in Südkorea möglicherweise stärker als geplant

Washington - Die militärische Schlagkraft Nordkoreas ist nach Einschätzung von US-Admiral William Fallon deutlich zurückgegangen. Er wolle ein Gefährdungspotenzial Nordkoreas nicht völlig ausschließen, sagte der Kommandant der US-Streitkräfte im Pazifik am Freitag (Ortszeit) vor Journalisten in Washington. Die Fähigkeit zur Kriegsführung sei jedoch im Vergleich zur Vergangenheit und im Vergleich zur Schlagkraft Südkoreas rückläufig. Nach seiner Einschätzung könnte Nordkorea einer Invasion durch südkoreanische Truppen nicht lange Widerstand entgegensetzen.

"Im Süden gibt es gut ernährte, gut ausgebildete und gut organisierte Truppen", sagte Fallon. Das südkoreanische Militär verfüge über moderne Technologien. Wenn er dagegen die Norkoreaner betrachte, so zeige allein ihre körperliche Verfassung, dass sie "jedes Jahr ein bisschen schwächer werden". Fallon wies zudem darauf hin, dass ein nordkoreanischer Test mit Langstreckenraketen des Typs Taepodong-2 am 5. Juli fehlgeschlagen sei.

Stärkere US-Truppen-Reduzierung

Fallons Äußerungen deuten darauf hin, dass die US-Truppenkontingente in Südkorea stärker als bisher geplant verringert werden sollen. Derzeit stehen 32.500 US-Soldaten im Süden der koreanischen Halbinsel. Nach den bereits bekannten Planungen soll die Truppenstärke bis 2008 auf 25.000 Mann verringert werden. (APA)

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    Nordkoreas Truppen würden laut US-Admiral William Fallon "jedes Jahr ein bißchen schwächer":

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