Moderate Steigerungen 2007

4. Oktober 2006, 11:19
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Laut Mercer-Studie fallen die Zuwächse bei den Löhnen und Gehältern in Österreich im nächsten Jahr ver­gleichsweise gering aus

Laut Gehaltsreport des Beratungsunternehmens Mercer fallen die Lohn- und Gehaltssteigerungen in Österreich 2007 vergleichsweise gering aus. Erwartet wird mit einer Steigerung um 2,9 Prozent der drittniedrigste Zuwachs EU-weit. Die Inflationsrate liegt bei 1,5 Prozent.

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London/Wien – Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Mercer Human Resource Consulting ist in Österreich im kommenden Jahr nur eine vergleichsweise niedrige Lohn- und Gehaltserhöhung zu erwarten. Im "weltweiten Gehaltsüberblick 2007" wird davon ausgegangen, dass in Österreich die Steigerung im Durchschnitt 2,9 Prozent beträgt – das ist der drittniedrigste Wert in der EU. Geringere Steigerungsraten werden nur in Deutschland mit 2,3 und in den Niederlanden mit 2,5 Prozent erwartet. Die Inflationsrate für Österreich wird mit 1,5 Prozent angenommen.

Die Beschäftigten in Griechenland können sich dagegen auf satte Zuwächse im Ausmaß von fünf Prozent einstellen – und zwar das dritte Jahr in Folge. Allerdings ist die Inflationsrate in Griechenland mit drei Prozent hoch.

Auch in der unmittelbaren Nachbarschaft Österreichs ziehen die Löhne und Gehälter stark an. Für die Slowakei werden Steigerungsraten von 6,3 Prozent vorausgesagt, in Ungarn von 4,8, in Slowenien von 4,3 und in Tschechien von 4,1 Prozent. Mit Ausnahme Ungarns, wo eine Inflationsrate von 5,5 Prozent vorhergesagt wird, liegt der Wert in den angrenzenden EU-Staaten bei 2,4 bzw. 2,5 Prozent, was im europäischen Vergleich durchaus respektabel ist.

Hohe Steigerungsraten in den neuen Ländern

Die Lohn- und Gehaltssteigerungen in den neuen EU-Staaten gehören zu den höchsten weltweit. Insbesondere Lettland mit einer Zuwachsrate von mehr als elf Prozent sticht hier heraus, aber auch Litauen liegt mit 7,3 Prozent klar über dem EU-Durchschnitt, wobei die Inflationsrate mit 2,8 Prozent noch dazu sehr moderat ist.

Insgesamt wurden 60 Länder in die Untersuchung einbezogen. Im Durchschnitt wird dabei eine Gehaltssteigerung von 5,9 Prozent für 2007 vorausgesagt – 1,9 Prozent über der prognostizierten Inflationsrate. In den USA und in Kanada sind gemäß dem Gehaltsreport 2007 Lohn- und Gehaltszuwächse von jeweils 3,7 Prozent zu erwarten. In China wird ein durchschnittlicher Anstieg von 7,2 Prozent erwartet, womit das schnell wachsende Land unter den Top 5 liegt. Deutschland bildet dagegen das Schlusslicht.

Mercer Human Resource Consulting gehört zu den weltweit führenden Beratungsfirmen und beschäftigt 14.000 Mitarbeiter in 145 Städten in 41 Ländern. (Alexandra Föderl-Schmid, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23./24.9.2006)

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    Schlusslicht im Gehaltsreport 2007 ist Deutschland.

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