Lacina sieht keine Unvereinbarkeit

11. Oktober 2006, 15:22
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Künftiges Aufsichtsratsmitglied der Kärntner Landesholding: Weder in der Bank Austria noch in der Hypo Alpe Adria operativ tätig

Klagenfurt - Der von der SPÖ in den Aufsichtsrat der Kärntner Landesholding - des Mehrheitseingentümers der Hypo Alpe Adria Bank - bestellte frühere Finanzminister Ferdinand Lacina sieht keine Unvereinbarkeit zwischen seinem neuen Job und dem eines Beraters der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA). Er werde weder in der BA-CA noch in der Hypo Group Alpe Adria operativ tätig sein.

"Kein Problem"

"Die Landesholding ist einer der Hypo-Gesellschafter, die Geschäfte nimmt der Vorstand wahr. Als Aufsichtsrat habe ich vor, den Vorstand zu kontrollieren und nicht in die Geschäfte der Hypo einzugreifen", erläuterte der Ex-SPÖ-Minister in der Freitag-Ausgabe der "Kleine Zeitung". Auf den Hinweis, dass er als Aufsichtsrat bei allen Entscheidungen zum Hypo-Börsengang dabei sein werde, meinte Lacina, auch hier sehe er kein Problem, da der Weg zur Börse sehr transparent ablaufen werde.

"Sollte sich die Bank Austria für die Hypo interessieren, werde ich mich der Stimme enthalten", versicherte der frühere langjährige Finanzminister. Die Kärntner SPÖ-Chefin LHStv. Gaby Schaunig habe in seiner Person jemanden gefunden, "der nicht in den täglichen Querelen der Kärntner Politik steckt".

Der Kärntner BZÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Strutz hat hingegen die Bestellung Lacinas als einen "Wahnsinn" bezeichnet. Dieser verdiene sein Geld, indem er Wiener Banken berate, die Interesse "an der Filettierung und Zerschlagung" der Hypo Alpe-Adria-Bank hätten. (APA)

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