ATI: Neue Linux-Treiber mögen keine älteren Grafikkarten mehr

25. Oktober 2006, 12:24
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Hardware-Hersteller entfernt Support für zahlreiche Radeon-Chipsätze - Karten teilweise noch im Verkauf

Der kanadische Grafikkartenhersteller ATI ist nicht unbedingt für die Qualität seiner Linux-Treiber berühmt oder beliebt, vor allem zweiteres wird die jetzt erfolgte Veröffentlichung einer neuen Treiber-Version wohl kaum ändern. Die Version 8.29.6 entfernt nämlich den Support für zahlreiche ältere Grafikchips, einige davon - wie der Radeon 9250 - sind sogar noch im Handel erhältlich.

Support

Oberflächlich betrachtet folgt man damit zwar nur der Vorgangsweise bei den Windows-Treibern - bei denen die selben Chips mittlerweile auch nicht mehr unterstützt werden - allerdings stellt sich die Situation unter Linux etwas schwieriger dar. So sind die Updates auch dafür nötig um die laufenden Änderungen am Kernel und am X-Server zu unterstützen. Keine Aktualisierungen für die Grafikkartentreiber kann also unter Umständen auch heißen, bei anderen Komponenten auf ältere Versionen angewiesen zu sein.

Update

Gerade die neue Treiber-Version von ATI verdeutlicht das, ist sie doch die einzige, die mit dem eben veröffentlichten Kernel 2.6.18 zusammenarbeitet. Zwar lassen sich im konkreten Fall auch ältere Treiberversionen zur Mitarbeit bringen, bei komplexeren Updates wird das aber wohl nicht so einfach zu bewerkstelligen sein.

Situation

Bleiben als Alternative weiterhin die Open Source-Treiber, die zwar die jetzt entfernten Chipsets unterstützten, dafür allerdings meist nicht an die Performance der proprietären Treiber von ATI heran reichen. Eine nach der Ankündigung der Übernahme von ATI durch AMD ursprünglich spekulierte Veröffentlichung der offizielle ATI-Treiber als Open Source, zeichnet sich unterdessen weiterhin nicht ab. (red)

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