Kirchen in Nigeria angezündet

9. Oktober 2006, 15:56
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Zusammenstöße von Christen und Muslimen

Abuja - Im muslimisch geprägten Norden Nigerias ist es erneut zu Zusammenstößen von Christen und Muslimen gekommen. Wie die nigerianische Presse laut Kathpress berichtete, wurden mehrere Personen verletzt, aber niemand getötet. Eine Gruppe jugendlicher Muslime habe am Mittwoch mit den Krawallen in der Provinzhauptstadt Dutse begonnen, nachdem eine Christin angeblich den Propheten Mohammed beleidigt habe. Dabei seien mehrere Kirchen in Flammen aufgegangen. Auch christliche Zentren und Geschäfte wurden beschädigt.

Für Donnerstagabend verhängten die Behörden eine Ausgangssperre. Religionsführer riefen den Berichten zufolge zu Ruhe auf.

Muslimischer Norden, christlicher Süden

In Nigeria machen Christen und Muslime jeweils knapp die Hälfte der 130 Millionen Einwohner aus. Der Norden ist eher muslimisch, der Süden eher christlich geprägt. Seit Jahren gibt es ethnisch und auch religiös motivierte Konflikte. Im Februar wurden bei tagelangen Unruhen im Zuge der gewaltsamen Proteste gegen die dänischen Mohammed-Karikaturen mehr als 50 Menschen getötet.(APA)

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