2. Oktober 2006, 11:19
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700 Beschäftigte des deutschen Verlagshauses Axel Springer haben am Donnerstag in Hamburg gegen die Jobabbau-Pläne des Konzerns protestiert. "Wir fordern, dass alle Stellen erhalten bleiben. Springer ist kein Not leidendes Unternehmen, deshalb ist ein Stellenabbau nicht vertretbar", sagte die Hamburger Betriebsratsvorsitzende Monika Kabay am Donnerstag. Springer will bis Mitte 2009 in der Verwaltung 266 Jobs streichen und so fast jede vierte Stelle in zentralen Bereichen abbauen.

Springer hatte im Mai die Unternehmensberatung Roland Berger ins Haus geholt, um Strukturen in Bereichen wie Personal, Recht, Vorstandsbüros, Rechnungswesen, Kantine, Einkauf und Immobilien auf den Prüfstand zu stellen. Insgesamt arbeiten nach Angaben des Verlags in diesen Zentralfunktionen 1.165 Mitarbeiter, konzernweit sind es knapp 10.000.

Das Management habe sich gesprächsbereit gezeigt, sagte Kabay. Verhandelt werden könne aber erst, wenn der Betriebsrat die angeforderten Unterlagen von Roland Berger vollständig erhalten und ausgewertet habe. Dennoch wolle die Belegschaft ihren Forderungen mit weiteren Protestaktionen in den nächsten Wochen Nachdruck verleihen. (APA/Reuters)

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