SOS ORF: "Kein Team der besten Köpfe"

9. Oktober 2006, 16:59
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Plattform sieht Kompromiss, der "unter starkem parteipolitischem Druck zu Stande gekommen ist"

Kritisch äußerte sich die Plattform "SOS ORF" zum neuen Direktorium des ORF. Es sei kein "Team der besten Köpfe" geworden, "obwohl beste Köpfe dabei sind", so Peter Huemer in einer Aussendung. Der Sprecher der Plattform sieht in den neuen Team von Generaldirektor Alexander Wrabetz einen "Kompromiss, der offensichtlich unter starkem parteipolitischem Druck von allen Seiten zu Stande gekommen ist." Die Plattform hätte sich "ein deutlicheres Zeichen der Unabhängigkeit" erwartet.

"SOS ORF" verwies darauf, dass das neue Team nun vor der schwierigen Aufgabe stehe, den enormen Erwartungen auf Veränderung gerecht zu werden. Ein besonderer Vertrauensvorschuss sei nicht angebracht. SOS-ORF wolle aber auch nicht vorschnell urteilen und warte ab. Von den nun folgenden Postenbesetzungen im Programmbereich erhofft sich die Plattform das Signal einer inhaltlichen Neuausrichtung. Eine Änderung des ORF-Gesetzes im Hinblick auf die Beschickung und Zusammensetzung des Stiftungsrates hält Huemer für "dringend geboten". (APA)

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