T-Mobile-Austria-Umsatz stagniert

10. Oktober 2006, 15:12
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Der heimische Mobil­funker konnte sinkende Umsätze bei Inlands- und Auslandstelefonaten durch mehr Daten­umsatz ausgleichen

Wien - Der Mobilfunker T-Mobile Austria erwartet für 2006 einen stagnierenden Umsatz. Gemeinsam mit der kürzlich übernommenen tele.ring werden heuer rund 1,2 Mrd. Euro umgesetzt. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunden werde um drei Prozent sinken, bei der Mobilkom seien es ca. 5 Prozent, bei einem anderen Mitbewerber gar 20 Prozent, so T-Mobile-Chef Georg Pölzl am Donnerstag vor Journalisten. Dass trotz sinkendem Durchschnittsumsatz der Gesamtumsatz stagniere begründete er mit dem Kundenzuwachs.

Telering-Umzug abgeschlossen

Er versicherte, dass T-Mobile und tele.ring auch künftig als zwei Marken auftreten werden. Die Positionierung laute: "T-Mobile, die beste Qualität zum fairen Preis" sowie "tele.ring, faire Qualität zum besten Preis". Der Umzug von tele.ring in die T-Mobile-Konzernzentrale am Wiener Rennweg sei bereits abgeschlossen, mit 1.800 Mitarbeitern habe man nun um 200 weniger als die beiden Unternehmen noch als getrennte Firmen hatten. 2007 soll die Mitarbeiterzahl noch einmal ein wenig sinken, allerdings ausschließlich durch natürliche Fluktuation.

Pölzl erteilte einmal mehr den Bestrebungen der EU-Kommission zur Senkung der Roaminggebühren eine Absage. Man habe ohnehin schon ganz erheblich die Preise gesenkt - im Gegensatz zum Marktführer Mobilkom. Diese "cashe ab solange es noch geht", so Pölzl. Sein Unternehmen habe hingegen durch die Senkung der Roaminggebühren einen Umsatzrückgang in diesem Bereich von 15 Prozent.

Zehn-Jahres-Jubiläum

Sinkende Minutenentgelte sowohl beim Roaming als auch bei Inlandstelefonaten sei man mit einer Offensive beim Datenumsatz begegnet. T-Mobile sei das einzige Unternehmen, bei dem die schnelle Datenübertragung über HSDPA auch funktioniere. Derzeit mache das Datengeschäft 15 Prozent des Umsatzes aus.

T-Mobile feiert heuer das 10-jährige Jubiläum in Österreich, gestartet war der Mobilfunkter als Ö-Call, nach einer Testphase wurde dann als max.mobil am 1. Oktober 2006 der Betrieb aufgenommen. 2002 erfolgte die Umbenennung in T-Mobile Austria. Das Unternehmen ist eine Tochter der Deutschen Telekom, Europas größtem Telekomanbieter. Nach Eigenangaben hat T-Mobile Austria 3,1 Millionen Kunden und liegt damit knapp hinter der Mobilkom Austria (3,5 Millionen). (APA)

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