Burgenland richtet Ökofonds zur Förderung erneuerbarer Energie ein

11. Oktober 2006, 15:21
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Steindl wünscht sich Dotierung mit 1 Mio. Euro jährlich - Teilbetrag solle aus erhöhter BEWAG-Dividende abgedeckt werden

Eisenstadt - Ein Ökofonds soll künftig im Burgenland die Forschung im Bereich der erneuerbaren Energie fördern. Basis zur Einrichtung des Fonds bildet das Burgenländische Elektrizitätswesengesetz (ElWG), das nächste Woche im Landtag beschlossen werden soll. Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (V) spricht sich dafür aus, den Fonds jährlich mit 1 Mio. Euro zu dotieren. Zu diesem Zweck schlug er heute, Donnerstag, eine Erhöhung der BEWAG-Dividende vor.

Finanziert werden soll der Fonds aus Mitteln, die das Burgenland auf Grund des Ökostromgesetzes des Bundes erhält. Derzeit stünden dafür rund 600.000 Euro zur Verfügung, so Steindl. Die BEWAG verfüge über "Rücklagen von 133 Mio. Euro". Seine Idee wäre, die BEWAG-Dividende "etwas" zu erhöhen, um daraus den Rest auf 1 Mio. Euro zu erhalten.

Im kommenden Jahr würde dieser Rest 400.000 Euro betragen, rechnet Steindl. Außerdem solle man Verhandlungen mit dem Bund führen. Er sei sich "sicher, dass der Bund auch bereit wäre, uns Geld zur Verfügung zu stellen."

Innovative Projekte

Gefördert werden sollen innovative Projekte und Verfahren zur Steigerung der Energieeffizienz und der Erzeugung von erneuerbarer Energie ebenso wie Demonstrations- und Versuchsanlagen. Förderbar sind nach dem Gesetz Gesellschaften, Personen und Forschungsinstitute.

"Wir könnten leicht und locker 1 Mio. Euro aus dem Ökofonds für Forschungs- und Entwicklungszwecke im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energie bereitstellen", erklärte Steindl. Seine Initiative begründete der Landeshauptmannstellverteter in Verbindung mit den kürzlich vorgestellten Plänen für eine Energiestiftung auf Bundesebene im Ausmaß von 500 Mio. Euro. Mit dem Regierungspartner SPÖ sei der Vorschlag, die BEWAG-Dividende zu erhöhen, noch nicht abgesprochen. (APA)

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