"Cipra" fordert Klima-Modellregion Alpen

9. Oktober 2006, 18:06
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Umweltorganisation verlangt Aktionsplan der Alpenkonvention für den Klimaschutz

Schaan - Die in Schaan in Liechtenstein ansässige Umweltorganisation "Cipra" fordert eine Klima-Modellregion Alpen. Die Alpen seien vom Klimawandel in besonderem Masse betroffen. Die Politik von heute sei das Klima in 50 Jahren. Verlangt wurde ein Aktionsplan der Alpenkonvention für den Klimaschutz.

Die prognostizierten Klimaänderungen wie das Ansteigen der Durchschnittstemperaturen, die Zunahme von Extremwetterereignissen und Sommertrockenheit oder das Abschmelzen der Gletscher träfen in den Alpen einen besonders sensiblen Raum. Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zeigten sich bereits heute. Trotzdem komme in der Alpenkonvention der Klimaschutz in keiner Weise vor, bei den Durchführungsprotokollen sei lediglich im Protokoll "Energie" von der Klimaänderung und entsprechenden Vorsorgemaßnahmen die Rede.

Eine der größten Herausforderungen

Der Klimawandel zähle nach Ansicht der Cipra aber zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. In einer Resolution seien die EU, die Gremien der Alpenkonvention, alle Alpenstaaten, Bundesländer, Regionen, Kantone und weitere staatliche und nicht-staatliche Körperschaften zum Handeln aufgefordert worden. Die Klimaschutzanstrengungen seien zu intensivieren und nachhaltige Strategien für den Umgang mit den zunehmenden Folgen des Klimawandels zu entwickeln.

Die Cipra sei überzeugt, dass die Alpen mit ihren Ressourcen an Holz, Wasser, Sonne, Wind und Geothermie das Potenzial besäßen, eine Modellregion für den Klimaschutz zu werden, die die Kyoto-Ziele bei weitem übertreffe. Den Vertragspartnern der Alpenkonvention wurde vorgeschlagen, einen Aktionsplan Klimaschutz zu erarbeiten. Der Aktionsplan soll neben den Vermeidungs- auch Anpassungsstrategien beinhalten und mit konkreten Massnahmen und verbindlichen Zeitvorgaben ausgestattet werden. (APA)

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