Lafarge Perlmooser kauft kräftig zu

12. Oktober 2006, 14:20
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Konzern übernimmt drei Transportbetonwerke von Lasselsberger - Zementterminals in Wien und Enns sollen Aktivitäten in Serbien und Rumänien stärken

Wien/Pöchlarn - Lafarge Perlmooser, Österreichs größter Zementproduzent, übernimmt drei Transportbetonwerke der niederösterreichischen Lasselsberger-Gruppe. Die Transaktion umfasst zwei Transportbetonwerke in Wien, ein Transportbetonwerk und eine Kiesgrube in Parndorf (Bgld.) sowie Zementterminals im Wiener und im Ennser Hafen. Weiters wurden Kiessilos sowie eine Zementabsackanlage im Wiener Hafen übernommen, teilte der Käufer am Mittwoch mit.

"Wir wollen einerseits unsere Transportbeton-Präsenz im Großraum Wien stärken", erläutert Lafarge Perlmooser-Generaldirektor Peter Orisich. Andererseits sei man daran interessiert, die Logistik zu verbessern. "So sind die Zementterminals an der Donau besonders wichtig für uns, da sie eine effiziente Zusammenarbeit mit unseren Schwesterwerken in Serbien oder Rumänien ermöglichen".

Konzentration aufs Kerngeschäft

Nach Übernahme der Lasselsberger-Aktivitäten verfügt Lafarge Perlmooser österreichweit über 10 Transportbetonwerke mit einer jährlichen Gesamtkapazität von rund 800.000 Kubikmetern. Die Kiesreserven der Lafarge Perlmooser - einschließlich des grenznahen ungarischen Werkes bei Heghyeshalom - belaufen sich auf 80 Millionen Tonnen.

Josef Lasselsberger, Geschäftsführer der Lasselsberger GmbH, spricht davon, dass sich das riesige Familienunternehmen mit Sitz in Pöchlarn auf sein "Kerngeschäft" konzentrieren wolle. Lasselsberger ist einer der größten Fliesenhersteller Europas. (APA)

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